Russischer Investor scheitert mit Kauf eines Golfclubs nahe britischer Militärzone
Lina SeidelRussischer Investor scheitert mit Kauf eines Golfclubs nahe britischer Militärzone
Geplanter Kauf des Golfclubs Grange-over-Sands durch russischen Unternehmer gescheitert
Der geplante Kauf des Grange-over-Sands Golf Club durch den russischen Geschäftsmann Juri Schamaraj für rund 800.000 Pfund (etwa 1,1 Millionen US-Dollar) ist geplatzt. Die britischen Behörden stoppten das Geschäft mit Verweis auf Bedenken zur nationalen Sicherheit. Der Club liegt in der Nähe sensibler Militärstandorte, darunter eine Bahnlinie, die zu einer Werft des Rüstungskonzerns BAE Systems führt, sowie das Atomkraftwerk Sellafield, in dem nukleare Abfälle gelagert werden.
Schamaraj, der über einen britischen Pass verfügt und in England studiert hat, wollte den Club vor dem finanziellen Kollaps retten. Der leidenschaftliche Golfer war auf Initiative von Nick Taylor, dem Sohn des ehemaligen Clubpräsidenten, als Investor angeworben worden. Taylor erklärte, Schamaraj lebe derzeit in der Schweiz.
Die Regierung griff ein, nachdem Beamte mögliche Risiken aufgrund der Lage des Clubs geprüft hatten. Schamarajs Anwälte betonten, ihr Mandant habe keine Kenntnis von den nahegelegenen militärisch relevanten Einrichtungen gehabt. Seine Tochter Anastasia Schamara bestätigte später, dass der Kauf endgültig gescheitert sei.
Die Absage des Deals wirft Fragen zur Zukunft des Grange-over-Sands Golf Club auf. Schamarajs Versuch, den Club zu retten, ist damit gescheitert – ein weiteres Beispiel für die strenge Prüfung ausländischer Investitionen in der Nähe kritischer Infrastruktur in Großbritannien.






