Russisches Gericht spricht Eltern gefallenen Soldaten nach Klage 400.000 Rubel zu
Hannah RichterRussisches Gericht spricht Eltern gefallenen Soldaten nach Klage 400.000 Rubel zu
Ein Gericht in Wladiwostok hat den Eltern eines Soldaten, der während der russischen "spezialmilitärischen Operation" getötet wurde, eine Entschädigung zugesprochen. Das Ehepaar war zuvor von einer lokalen Sozialbehörde abgewiesen worden, woraufhin es rechtliche Schritte einleitete. Die Staatsanwaltschaft des Lenin-Bezirks nahm sich des Falls an, nachdem die Eltern gegen die Entscheidung Berufung eingelegt hatten.
Die Eltern hatten zunächst beim Sozialhilfezentrum der Region Primorje Unterstützung beantragt. Ihr Antrag wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, sie hätten die Frist für eine regionale Leistung versäumt. Da sie sich mit dieser Ablehnung nicht abfinden wollten, wandten sie sich an die Staatsanwaltschaft.
Die Behörde prüfte den Fall und erklärte die Ablehnung für rechtswidrig. Im Namen der Familie reichte sie daraufhin Klage ein und argumentierte, die Zurückweisung verletze die Rechte der Eltern. Das Gericht gab der Anklage in vollem Umfang recht und verfügte, dass das Sozialhilfezentrum die ausstehende Entschädigung zahlen müsse.
Aufgrund des Urteils erhielten die Eltern 400.000 Rubel. Die Summe wurde im Rahmen des rechtskräftigen Beschlusses ausgezahlt.
Das Urteil stellt sicher, dass die Familie nun die zunächst verweigerte finanzielle Unterstützung erhält. Der Fall schafft zudem einen Präzedenzfall für ähnliche Streitigkeiten in der Region. Die lokalen Behörden wurden angewiesen, die gerichtliche Anordnung unverzüglich umzusetzen.






