Russland führt Rufnummernmitnahme bei Umzügen ab 2026 ein
Russland führt ab dem 1. September 2026 die Mitnahme der Mobilfunknummer beim Umzug in eine andere Region ein. Bisher mussten Verbraucher bei einem regionalen Wechsel oft ihre Rufnummer aufgeben oder mit höheren Kosten durch alte Tarifmodelle leben.
Das Digitalministerium hatte die Änderungen bereits im März vorgeschlagen. Demnach soll die Gebühr für die Nummernmitnahme bei einem neuen Vertrag von 100 auf 250 Rubel steigen. Durch diese Anpassung rechnet die Regierung mit jährlichen Mehreinnahmen von etwa 817,5 Millionen Rubel – insgesamt rund 4,9 Milliarden Rubel bis 2031.
Künftig müssen Kunden ihre Rufnummer bei einem Umzug aktiv bei ihrem Anbieter anfordern. Das Verfahren gilt auch für Nutzer, die den Provider wechseln, weil ihr bisheriges Netz im neuen Wohnort nicht verfügbar ist. Die Neuregelung ist Teil der russischen Strategie zur Entwicklung der Telekommunikationsbranche, die bis 2035 läuft.
Aktuell behalten viele Nutzer bei einem regionalen Wechsel zwar ihre Nummer, bleiben aber in ihrem alten Tarif – was oft zu unerwartet hohen Kommunikationskosten führt. Genau dieses Problem soll die Reform beheben.
Das aktualisierte System tritt am 1. September 2026 in Kraft. Es ermöglicht Bürgern, ihre Rufnummer auch bei einem Umzug oder Anbieterwechsel zu behalten. Das Ministerium erwartet, dass die erhöhten Gebühren in den nächsten zehn Jahren eine stabile Finanzierung für den Ausbau der Telekommunikation sichern.






