27 March 2026, 12:42

Russland plant BRICS-Getreidebörse für mehr Ernährungssicherheit und Währungshandel

Balkendiagramm, das globale Handelsvolumina von Weizen, Grobkorn und Sojabohnen/Sojabohnenprodukten in farbcodierten Kategorien und begleitendem erklärendem Text zeigt.

Russland plant BRICS-Getreidebörse für mehr Ernährungssicherheit und Währungshandel

Russland hat die Schaffung einer neuen Getreidebörse für die BRICS-Staaten vorgeschlagen. Die Idee, die erstmals im März von Eduard Sernin vorgebracht wurde, erhielt während des 14. Treffens der BRICS-Agrarminister Unterstützung. Beamte beschrieben den Plan als Möglichkeit, die Ernährungssicherheit zu stärken und den Handel in nationalen Währungen zu erkunden.

Agrarministerin Oksana Lut kündigte die Initiative beim jüngsten BRICS-Treffen an. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die globale Ernährungssicherheit und die Frage, wie die Mitgliedsländer enger zusammenarbeiten könnten. Vize-Regierungschef Dmitri Patruschew bezeichnete den Vorschlag als vielversprechend, während sich auch Präsident Wladimir Putin positiv äußerte.

An der Börse wären die BRICS-Staaten beteiligt, die gemeinsam 40 Prozent des weltweiten Getreides, die Hälfte des Fischfangs und die Hälfte der Milchprodukte erzeugen. Zudem verfügen sie über rund 30 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen der Erde. Viele Mitglieder könnten als Produzenten und Abnehmer von einem solchen System profitieren.

Das russische Agrarministerium erarbeitet derzeit detaillierte Pläne für die Börse. Ein zentrales Ziel ist es, Abrechnungen in nationalen Währungen zu ermöglichen, anstatt auf traditionelle Handelssysteme zurückzugreifen. Bisher liegen jedoch keine offiziellen Stellungnahmen oder Schritte der anderen BRICS-Mitglieder – Brasilien, Indien, China, Südafrika oder der neueren Teilnehmer – vor.

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Die geplante Getreidebörse befindet sich noch in einem frühen Stadium, wobei Russland die Planung federführend gestaltet. Sollte sie umgesetzt werden, könnte sie die Handelsströme zwischen den BRICS-Staaten neu ordnen. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Beratungen und der möglichen Unterstützung der anderen Mitgliedsländer ab.

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