Russland plant Milliardenprojekte: Neue Autobahnen auf der Krim und im Süden
Lina SeidelRussland plant Milliardenprojekte: Neue Autobahnen auf der Krim und im Süden
Russlands stellvertretender Ministerpräsident Marat Chusnullin hat bei einem jüngsten Treffen mit Regierungschef Michail Mischustin Zeitpläne für mehrere große Straßenbauprojekte skizziert. Die Pläne umfassen Ausbaumaßnahmen auf der Krim, in der Oblast Saporischschja und im Gebiet Krasnodar sowie laufende Arbeiten an wichtigen Fernstraßen.
Eines der zentralen Vorhaben ist die Erweiterung der Strecke von Simferopol nach Dschankoi auf der Krim. Ein weiteres großes Projekt sieht die Verbreiterung der Straße zwischen Mariupol und Berdjansk in der Oblast Saporischschja vor. Unterdessen schreiten Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für die Autobahn Sochi–Dschubga voran, doch die Bauarbeiten ruhen weiterhin wegen finanzieller Engpässe.
Der Ausbau des Asow-Rings, der sich von Taganrog bis in die Volksrepublik Donezk erstreckt, soll noch 2024 abgeschlossen werden. Im Gebiet Krasnodar wird die Umgehungsstraße bei Adler die Verkehrsanbindung zwischen Sochi, dem Flughafen Adler, dem Bergresort-Cluster und dem Wissenschaftszentrum Sirius verbessern. Dieses Projekt zielt darauf ab, Staus in den stark frequentierten Ferienregionen zu verringern; die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Zudem sollen fast 100 Kilometer der Fernstraße M-4 "Don" in der Oblast Rostow auf sechs Spuren ausgebaut werden. Die Hauptbauarbeiten an diesem Abschnitt sollen 2026 beginnen.
Die angekündigten Projekte erstrecken sich über mehrere Regionen, wobei einige bereits in Umsetzung sind, während andere noch auf Finanzmittel oder spätere Bauphasen warten. Nach ihrer Vollendung sollen die Straßen die Verkehrseffizienz steigern und Engpässe in Schlüsselregionen abbauen.






