Russland plant nationales Haustierregister – Pflicht für Halter ab 2025?
Lina SeidelRussland plant nationales Haustierregister – Pflicht für Halter ab 2025?
Russland erwägt ein neues Gesetz zur Schaffung eines einheitlichen nationalen Haustierregisters. Der im September 2025 in die Staatsduma eingebrachte Entwurf zielt darauf ab, eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung für bestimmte Tiere einzuführen. Abgeordnete argumentieren, dass ein solches System dabei helfen würde, entlaufene Haustiere aufzuspüren und Eigentumsverhältnisse in Fällen von Schäden oder Verletzungen zu klären.
Der Gesetzentwurf wurde von einer Gruppe von Parlamentariern unter der Führung von Nina Ostanina vorgelegt. Er sieht Änderungen am bestehenden Gesetz "Über den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren" vor. Demnach müssten bestimmte Haustierarten künftig in einer zentralen Datenbank erfasst werden.
Der Entwurf skizziert Pläne für ein einheitliches Register, das Haus- und Nutztiere umfasst. Zudem wird darin festgelegt, welche Tierarten kennzeichnungspflichtig sind und registriert werden müssen. Gleichzeitig hat die Regierung vorgeschlagen, den Vorschlag in einem weiteren Gesetzentwurf zu präzisieren, der ähnliche Anliegen behandelt.
Die Legislativversammlung von Sankt Petersburg hat unabhängig davon einen eigenen Entwurf für ein verpflichtendes Haustier-Kennzeichnungssystem eingebracht. Beide Initiativen verfolgen dasselbe Ziel: die Suche nach Tierhaltern zu erleichtern, falls ein Tier entläuft oder Dritten Schaden zufügt.
Aktuell durchläuft der Entwurf eine vorläufige Prüfung. Der Ausschuss der Staatsduma für Ökologie, Naturressourcen und Umweltschutz hat bereits empfohlen, ihn in erster Lesung anzunehmen.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müssten Tierhalter ihre Haustiere in einer nationalen Datenbank registrieren. Das System soll den Prozess der Suche nach vermissten Tieren vereinfachen und Streitigkeiten über Eigentumsrechte klären. Der Entwurf wartet nun auf weitere Beratungen in der Staatsduma.






