18 April 2026, 22:35

Russland reformiert Lizenzsystem für Gold- und Ölförderung radikal

Eine Kupfermünze aus dem Jahr 1868 mit der Aufschrift "1 Rubel Russland" auf einem weißen Hintergrund.

Russland reformiert Lizenzsystem für Gold- und Ölförderung radikal

Russland steht vor einer grundlegenden Reform seines Lizenzierungssystems für den Abbau von Gold und Kohlenwasserstoffen. Die Regierung hat Änderungen finalisiert, die das bisherige deklaratorische Verfahren abschaffen sollen. Behördenvertreter versprechen, dass die neuen Regelungen die Kontrolle und Effizienz bei der Erkundung von Rohstoffvorkommen verbessern werden.

Ressourcenminister Alexander Koslow kündigte die Neuerungen an, die langjährige Probleme des deklaratorischen Systems beheben sollen. Bisher konnten Unternehmen selbstständig ihr Recht zur Erkundung und Förderung von Rohstoffen anmelden. Doch bei Kohlenwasserstoffen gab es seit neun Jahren keine neuen Funde mehr. Bei Gold sind zwar noch rund 7.500 Lizenzen aktiv, doch ihre Verwaltung und Überwachung gestaltete sich als äußerst schwierig.

Zu den Hauptproblemen zählen der Abbau außerhalb genehmigter Grenzlinien ("off-contour mining") sowie die ineffiziente Nutzung von Bodenschätzen. Die neuen Vorschriften verlagern die Verantwortung auf die russische Bundesbehörde für Bodennutzung, Rosnedra. Statt dass Unternehmen den Prozess einleiten, wird die Behörde künftig Listen verfügbarer Fördergebiete veröffentlichen und entsprechend Lizenzen vergeben.

Oleg Kasanow, der Leiter von Rosnedra, bestätigte, dass alle notwendigen Unterlagen vorbereitet seien. Die Umstellung wird den Einsatz eines vordefinierten Lizenzierungsmechanismus ausweiten und das alte Selbstmeldeverfahren ersetzen. Die Änderungen betreffen sowohl die Gold- als auch die Kohlenwasserstoffexploration.

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Die überarbeiteten Regelungen treten am 1. September 2026 in Kraft. Die Regierung erhofft sich davon eine Straffung des Lizenzverfahrens und eine Verringerung des Missbrauchs von Ressourcen. Unternehmen werden ihre Rechte künftig nicht mehr selbst anmelden können, sondern müssen ein zentralisiertes Verfahren unter der Führung von Rosnedra durchlaufen.

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