Russland stoppt Benzinexporte – warum die Regierung jetzt eingreift
Russland hat ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für Benzin verhängt, um die inländische Treibstoffversorgung zu stabilisieren. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund steigender Ölpreise auf dem Weltmarkt, die durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten verursacht werden. Gleichzeitig finalisieren die Behörden Absprachen mit großen Ölkonzernen, um Produktion und Preise zu steuern.
Das bis zum 31. Mai geltende Exportverbot soll Engpässe während der saisonalen Nachfragespitze und der landwirtschaftlichen Hochphase verhindern. Ministerpräsident Michail Mischustin hat die Entscheidung gebilligt, die auf Bedenken hinsichtlich der Marktstabilität folgt.
Das russische Energieministerium und der Föderale Antimonopoldienst (FAS) werden mit zwölf Ölunternehmen – darunter Gazprom, Gazprom Neft, Lukoil, Rosneft und Surgutneftegas – Vereinbarungen unterzeichnen. Diese sehen empfohlene Produktionsmengen und Absatzziele für Ölprodukte vor.
Laut Behörden sollen die Absprachen dazu beitragen, Angebot und Nachfrage auf dem Binnenmarkt auszugleichen. Die durch die Spannungen im Nahen Osten getriebenen steigenden Weltmarktpreise für Öl setzen die russische Treibstoffbranche unter Druck. Die Regierung betont, die Maßnahmen würden die kontinuierliche Versorgung von Verbrauchern und Unternehmen sichern.
Die Exportbeschränkungen und die neuen Vereinbarungen gelten bis Ende Mai. Die Unternehmen müssen sich an die Produktions- und Vertriebsvorgaben halten, um Lieferengpässe zu vermeiden. Die Behörden werden die Einhaltung überwachen, um den inländischen Treibstoffmarkt in Phasen hoher Nachfrage stabil zu halten.






