27 March 2026, 14:43

Russland will Mexikos wichtigster Getreidelieferant werden – trotz Qualitätsrisiken

Balkendiagramm, das die globalen Handelsvolumina von Weizen, Grobkörner und Sojabohnen/Sojabohnenprodukte in farbcodierten Kategorien und begleitendem erklärendem Text zeigt.

Russland will Mexikos wichtigster Getreidelieferant werden – trotz Qualitätsrisiken

Russland drängt darauf, zum führenden Getreidelieferanten Mexikos zu werden. Das Land hat sich bereits als zweitgrößter Weizenexporteur für die lateinamerikanische Nation etabliert. Trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich der Qualitätskontrolle russischer Lieferungen zeigen mexikanische Behörden Unterstützung für diese Ambitionen.

Zwischen dem 1. Januar und dem 26. Mai dieses Jahres lieferte Russland 297.600 Tonnen Weizen nach Mexiko. Im Jahr 2023 stieg die Gesamtmenge auf 989.600 Tonnen. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung Russlands auf dem mexikanischen Getreidemarkt, dessen Gesamtkapazität bei 5 Millionen Tonnen liegt.

Ein zentrales Problem für mexikanische Käufer bleibt die Verunreinigung russischen Getreides mit Unkrautsamen. Zwar gibt es keine aktuellen Daten, die Russlands genauen Marktanteil seit Anfang 2022 bestätigen, doch Mexikos Abhängigkeit von Getreideimporten ist deutlich gestiegen. Die Selbstversorgung mit Mais etwa sank von 53 % im Jahr 2018 auf voraussichtlich 44 % bis 2026. Auch die Weizenproduktion ging zurück – von 42 % auf voraussichtlich 28 % im selben Zeitraum.

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Mexiko bezieht seinen Getreidebedarf größtenteils aus den USA und anderen Ländern mit Freihandelsabkommen. Dieser Wandel folgt neuen Zöllen, die ab 2026 für Nicht-FTA-Staaten wie Russland gelten sollen. Trotz dieser Hindernisse fließen russische Exporte weiterhin auf den mexikanischen Markt.

Die Getreideexporte Russlands nach Mexiko sind in den letzten Jahren stetig gewachsen – allein im vergangenen Jahr wurden fast eine Million Tonnen verschifft. Das Land strebt nun danach, seine Konkurrenten zu überflügeln und den Markt zu dominieren. Doch Qualitätsbedenken und bevorstehende Handelsbarrieren könnten entscheiden, wie sich diese Pläne in den kommenden Jahren entwickeln.

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