25 April 2026, 06:42

Russlands Haushaltsdefizit explodiert auf 4,6 Billionen Rubel im ersten Quartal 2026

Schwarze und wei├če Illustration einer industriellen Fabrik mit Schornsteinen und einem Logo auf einer nostalgischen russischen Banknote, mit russischer Schrift am unteren Rand.

Russlands Haushaltsdefizit explodiert auf 4,6 Billionen Rubel im ersten Quartal 2026

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der russische Bundeshaushalt ein beträchtliches Defizit: Die Ausgaben stiegen stark an, während die Gesamteinnahmen zurückgingen. Das Haushaltsloch überstieg die Erwartungen und erreichte 4,6 Billionen Rubel – statt der geplanten 3,8 Billionen. Zwar trieb eine zum Jahresbeginn erhöhte Mehrwertsteuer in einigen Bereichen die Steuereinnahmen in die Höhe, doch reichte dies nicht aus, um den allgemeinen Rückgang auszugleichen.

Zum 1. Januar 2026 hatte Russland den Mehrwertsteuersatz von 20 auf 22 Prozent angehoben. Diese Erhöhung führte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einem Anstieg der Mehrwertsteuereinnahmen um 10,3 Prozent. Andere Steuerquellen entwickelten sich jedoch uneinheitlich: Die Einnahmen aus der Förderabgabe für Rohstoffe stiegen um 15,2 Prozent, die Grundsteuern um 3,9 Prozent, während die Körperschaftsteuereinnahmen nur minimal um 1,9 Prozent zunahmen.

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Besonders markant war der Anstieg bei den Einnahmen aus selbstständigen Tätigkeiten im vereinfachten Besteuerungssystem (Selbstständigen-Pauschalsteuer): Hier stiegen die Erträge um fast das Fünfzigfache. Nicht alle Steuerkategorien schnitten jedoch gut ab – die Einnahmen aus Sonderregelungen sanken um 22,2 Prozent.

Trotz der Steueranpassungen sanken die gesamten Bundeseinnahmen im ersten Quartal 2026 um 8,2 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben um 17 Prozent, wodurch sich das Defizit stärker ausweitete als ursprünglich prognostiziert.

Das erste Quartal 2026 endete für Russland mit einem Haushaltsdefizit von 4,6 Billionen Rubel – deutlich höher als die geplanten 3,8 Billionen. Zwar steigerte die Mehrwertsteuererhöhung einige Steuereinnahmen, doch trieben die gestiegenen Ausgaben und die ungleichmäßige Entwicklung in anderen Steuerbereichen das Defizit in die Höhe. Die Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, die Lücke im Laufe des Jahres zu schließen.

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