04 April 2026, 00:55

Russlands neue Steuerreform 2026: Höhere Mehrwertsteuer und strengere Regeln für Unternehmen

Alte russische Banknote mit Regierungsstempel und gedrucktem Text auf altem Papier.

Russlands neue Steuerreform 2026: Höhere Mehrwertsteuer und strengere Regeln für Unternehmen

Russland hat zum 1. Januar 2026 neue Steuerregeln eingeführt, die Unternehmen und digitale Zahlungen betreffen. Die Änderungen umfassen einen höheren Mehrwertsteuersatz sowie strengere Bedingungen für kleine Firmen. Trotz der Anpassungen berichten Behörden von keiner unmittelbaren Veränderung der Zahlungsgewohnheiten.

Der reguläre Mehrwertsteuersatz stieg zu Jahresbeginn von 20 auf 22 Prozent. Zudem wurden Befreiungen für die Abwicklung und Bearbeitung von Bankkartenzahlungen gestrichen. Mit diesen Maßnahmen soll die Steuerbasis verbreitert werden, doch es gibt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Unternehmen und das Konsumverhalten.

Kleinere Unternehmen sehen sich nun einer niedrigeren Umsatzgrenze für das vereinfachte Steuersystem gegenüber – diese wurde auf 20 Millionen Rubel gesenkt. Die Änderung könnte einige Betriebe in komplexere Buchführung oder höhere Steuerklassen drängen.

Bargeldlose Zahlungen machten 2025 bereits 88 Prozent des Einzelhandelsumsatzes aus, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Russische Zentralbank verzeichnete jedoch zu Beginn des Jahres 2026 keine nennenswerte Abkehr von digitalen Transaktionen. Alla Bakina, Leiterin der Abteilung für das Nationale Zahlungssystem der Bank von Russland, bestätigte, dass in den ersten beiden Monaten des Quartals keine spürbaren Verschiebungen feststellbar seien.

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Elvira Nabiullina, Gouverneurin der Bank von Russland, warnte vor voreiligen Schlüssen. Sie betonte, dass die Bewertung der Reformwirkungen auf Zahlungstrends oder Risiken der Schattenwirtschaft mehr Zeit erfordere.

Die Steueränderungen traten zwar am 1. Januar in Kraft, doch bleiben die Zahlungsmuster bisher stabil. Die Behörden beobachten weiterhin mögliche langfristige Veränderungen im Unternehmensverhalten oder bei den Transaktionsmethoden. Bisher liegen keine Daten vor, die den Anteil bargeldloser Zahlungen mit dem Stand vor der Reform im Jahr 2024 vergleichen.

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