Sacramento plant Tiny Houses auf Rädern als legale Wohnlösung gegen Wohnungsmangel
Emil LangeSacramento plant Tiny Houses auf Rädern als legale Wohnlösung gegen Wohnungsmangel
Wohnungen auf Rädern könnten in Sacramento bald eine dauerhafte Wohnoption werden. Stadtverantwortliche prüfen derzeit Regelungen, um diese mobilen Behausungen in Hinterhöfen und auf Brachflächen zuzulassen. Der Schritt folgt ähnlichen Entscheidungen in mindestens sieben anderen kalifornischen Kommunen, die mit Wohnungsmangel zu kämpfen haben.
Aktuell verbietet Sacramento das Wohnen in rollenden Minihäusern, es sei denn, sie stehen in Mobilheimparks. Doch die Planungsbehörde erarbeitet nun neue Vorschriften, um dies zu ändern. Bei einer Genehmigung könnten Anwohner diese kompakten Häuser legal auf Privatgrund nutzen.
Robyn Davis gehörte im vergangenen Mai zu den Ersten, die in West Sacramento eine Baugenehmigung für ein Tiny House auf Rädern erhielt. Diese vom California Department of Motor Vehicles zugelassenen Gebäude stehen auf Anhängern statt auf Fundamenten und sparen so erhebliche Kosten. In Fresno, San Luis Obispo, im Humboldt County, Placer County, Nevada County und in Mt. Shasta wurden bereits ähnliche Regelungen eingeführt.
Lokale Befürworter argumentieren, dass die Änderung die Wohnungsnot lindern könnte. Varun Arora, Vorstandsmitglied von House Sacramento, warnte, ohne bezahlbare Alternativen drohe ein Anstieg der Obdachlosigkeit. Sein Vorstandskollege Ben Raderstorf wies darauf hin, dass solche Häuser als Einstiegsimmobilien für unter 200.000 Dollar dienen könnten.
Der Stadtrat von Sacramento wird voraussichtlich noch in diesem Sommer über den Vorschlag abstimmen. Bei einer Zustimmung würden Tiny Houses auf Rädern zu den legalen Wohnlösungen der Stadt zählen. Die Entscheidung brächte Sacramento in Einklang mit anderen Regionen Kaliforniens, die solche Unterkünfte bereits zur Verbesserung der Bezahlbarkeit nutzen. Die endgültige Abstimmung ist für die kommenden Monate angesetzt.






