Sarah Mullally wird erste Erzbischofin von Canterbury – ein historischer Moment
Mila VoigtSarah Mullally wird erste Erzbischofin von Canterbury – ein historischer Moment
Sarah Mullally hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Frau, die das Amt der Erzbischofin von Canterbury übernimmt. Ihre Amtseinführung fand in der Kathedrale von Canterbury statt und markiert einen historischen Meilenstein für die Kirche von England. Als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der weltweiten Anglikanischen Gemeinschaft wird ihre Führung die zukünftige Ausrichtung der Kirche prägen.
Mullallys Weg zu diesem Amt begann mit einer Karriere in der Krankenpflege, wo sie sich auf die Onkologie spezialisierte. Später trat sie der Kirche bei und stieg in der Hierarchie auf, seit 2018 diente sie als Bischof von London. Ihre Ernennung folgt auf den Rücktritt von Justin Welby im November 2024.
An der feierlichen Amtseinführung nahmen prominente Gäste teil, darunter Premierminister Keir Starmer, der damit die Unterstützung der Regierung für ihre neue Position zum Ausdruck brachte. Prinz William und Prinzessin Kate vertraten König Charles III., der als Oberhaupt der Kirche von England den Titel Supreme Governor trägt.
Mullally hat bereits klare Positionen zu zentralen Themen bezogen. Sie befürwortet die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften innerhalb der Kirche, lehnt jedoch das von der Labour-Regierung geplante Gesetz zur Sterbehilfe ab. Ihre Haltung spiegelt einen Ausgleich zwischen progressiven gesellschaftlichen Werten und traditionellen ethischen Standpunkten wider.
Als erste Erzbischofin von Canterbury übernimmt Mullally nun eine der bedeutendsten Rollen im Christentum. Ihr Hintergrund im Gesundheitswesen und ihre Erfahrung als Bischofin werden ihren Führungsstil in der Kirchenverwaltung prägen. Die Ernennung leitet eine neue Ära für die Kirche von England unter ihrer Leitung ein.






