Schulleiterin aus Komi will mit Bürgerbeteiligung die Region verändern
Mila VoigtSchulleiterin aus Komi will mit Bürgerbeteiligung die Region verändern
Julia Natsmer, Schulleiterin aus Kadscherom, hat sich für die Vorwahlen der Partei Einiges Russland beworben. Ihr Ziel ist es, lokale Probleme anzugehen, die über die kommunale Zuständigkeit hinausgehen. Im Mittelpunkt ihres Wahlkampfs steht die Verbesserung der Region durch direkte Bürgerbeteiligung.
Natsmer arbeitet seit über einem Jahrzehnt im Bildungsbereich – zunächst als Lehrerin, später zwei Jahre lang als Schulleiterin. Sie absolvierte ihr Studium in Pädagogik und Bildungspsychologie an der Staatlichen Universität Syktywkar. Ihr Interesse für Bildung entstand bereits in der Kindheit und prägte ihren beruflichen Werdegang nachhaltig.
Bevor sie die Schulleitung übernahm, war sie Abgeordnete im Stadtrat des Bezirks Petschora. Diese Erfahrung zeigte ihr die Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung auf und veranlasste sie, nach größerer politischer Einflussnahme zu streben. Als Vorbild dient ihr dabei Rostislaw Goldschtein, der Präsident der Republik Komi, dessen Führungsstil sie schätzt.
Natsmer bewundert Goldschteins bürgerorientierten Ansatz und plant, ein "Bürgerprogramm" auf Basis von Rückmeldungen der Bevölkerung zu entwickeln. Falls sie gewählt wird, möchte sie weiterhin unter seiner Führung arbeiten, um regionale Verbesserungen voranzutreiben.
Ihr Antrag für die Vorwahlen markiert den Übergang von der Bildungsarbeit in den öffentlichen Dienst. Das Ergebnis wird zeigen, ob es ihr gelingt, lokale Anliegen in konkrete Politik umzusetzen. Die Vorschläge der Bürger sollen dabei den Kern ihrer künftigen Initiativen bilden.






