05 April 2026, 01:08

Sechs-Tage-Woche in Russland: Warum Deripaskas Plan für Empörung sorgt

Balkendiagramm, das wöchentliche Arbeitsstunden von Menschen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sechs-Tage-Woche in Russland: Warum Deripaskas Plan für Empörung sorgt

Ein Vorschlag zur Einführung einer Sechs-Tage-Woche mit Zwölf-Stunden-Schichten in Russland hat scharfe Kritik ausgelöst. Der Unternehmer Oleg Deripaska brachte den verlängerten Arbeitsplan als Mittel vor, um den wirtschaftlichen Wandel zu beschleunigen. Doch Wladislaw Grib, Mitglied der Öffentlichen Kammer Russlands, verurteilte die Idee als ungerecht und undurchführbar.

Deripaska argumentierte, längere Arbeitszeiten würden die Produktivität steigern und den wirtschaftlichen Fortschritt beschleunigen. Er behauptete, die Maßnahme könnte Russland helfen, ehrgeizige Entwicklungsziele zu erreichen.

Grib konterte und bezeichnete den Plan als unrealistisch. Er bestand darauf, dass Überstunden freiwillig bleiben und mit dem doppelten Stundensatz vergütet werden müssten. Zudem verwies er auf Artikel 7 der russischen Verfassung, der würdige Lebensbedingungen garantiert und die Gesundheit der Arbeitnehmer schützt.

In einer direkten Herausforderung schlug Grib vor, Deripaska solle seinen eigenen Vorschlag in der Praxis erproben – indem er selbst sechs Tage die Woche Zwölf-Stunden-Schichten in seinen Fabriken arbeite. Bisher wurden keine öffentlichen Proteste, politische Debatten oder gesetzgeberische Initiativen zu dem Vorhaben verzeichnet.

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Die Diskussion zeigt die unterschiedlichen Auffassungen zu Arbeitsreformen in Russland. Deripaskas Vorschlag hat bisher keine offizielle Unterstützung erhalten, und es gab keine politischen Änderungen. Vorerst bleibt die reguläre Arbeitswoche unverändert.

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