Sechster Protest für Wiedereröffnung des Halleschen Südstadt-Centers – doch die Bürokratie blockiert
Emil LangeSechster Protest für Wiedereröffnung des Halleschen Südstadt-Centers – doch die Bürokratie blockiert
Bürger aus Halles Südvierteln protestieren zum sechsten Mal für Wiedereröffnung des Südstadt-Centers
Anwohner der südlichen Stadtteile Halles haben zum sechsten Mal gegen die Schließung des Südstadt-Centers demonstriert. Das Einkaufszentrum wurde im vergangenen Jahr geschlossen, nachdem Prüfer schwere Brandschutzmängel festgestellt hatten. Trotz einiger Sanierungsarbeiten bleibt das Gebäude weiterhin gesperrt – zur großen Verärgerung und Sorge der Anwohner, die um die Zukunft ihres Viertels bangen.
Die untere Bauaufsichtsbehörde hatte die Brandgefahren bereits vor über einem Jahr beanstandet. Bei Kontrollen stellte sich heraus, dass insbesondere ältere Besucher im Notfall nur schwer und langsam fliehen könnten. Zwar gab es Teilsanierungen, doch unbeglichene Stromrechnungen führten schließlich zur Abschaltung der Energieversorgung, was die Lage weiter verschärfte.
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt nahm an der Demonstration teil, räumte jedoch ein, dass er keine schnelle Wiedereröffnung zusagen könne. Gleichzeitig kritisierte er übermäßige Bürokratie und verwies auf eine zweijährige Verzögerung bei der Genehmigung einer einfachen verkehrsberuhigenden Maßnahme. Unterdessen hat die Vandalismuswelle am verlassenen Gelände zugenommen – erst kürzlich wurden Diebe beim Stehlen von Kupferkabeln ertappt.
Der Protestorganisator Daniel Mahler hinterfragte die Prioritätensetzung der Stadt und die langfristigen Folgen für Halles Südviertel. Hinter den Kulissen verhandelt ein Mitarbeiter des Centers derweil mit potenziellen Investoren. Falls eine Rettung des bestehenden Gebäudes scheitert, hat ein Investor bereits den Bau eines kleineren Ersatzstandorts in der Nähe vorgeschlagen.
Die Zukunft des Südstadt-Centers bleibt ungewiss. Während die Verantwortlichen nach Lösungen suchen, erhöhen die Anwohner weiter den Druck. Ohne eine baldige Entscheidung droht der Schließung ein weiterer Niedergang des Viertels – mit steigender Vandalismusrate und wachsenden Sicherheitsbedenken.






