Senatsausschuss treibt Hochwasserschutz-Ermittlungen trotz fehlender Unterschriften voran
Lina SeidelSenatsausschuss treibt Hochwasserschutz-Ermittlungen trotz fehlender Unterschriften voran
Der Blue-Ribbon-Ausschuss des Senats treibt seine Ermittlungen zu den mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten weiter voran. Gleichzeitig werden weiterhin Unterschriften für den Abschlussbericht des Gremiums gesammelt, während zentrale Aussagen – darunter die des ehemaligen Abgeordneten Elizaldy Co – entscheidende Details liefern könnten, um die Untersuchungsergebnisse zu finalisieren. Senatorin Risa Hontiveros betonte die Notwendigkeit vollständiger Transparenz, da das öffentliche Interesse an dem Fall unvermindert hoch bleibt.
Bisher haben sechs Senatoren den Bericht unterzeichnet, doch es fehlen noch drei weitere Unterschriften, bevor er offiziell dem Senatsplenum vorgelegt werden kann. Dennoch bereitet der kommissarische Senatspräsident Panfilo Lacson, der den Ausschuss leitet, einen Zwischenbericht vor, um die Ermittlungen voranzutreiben. Dieses vorläufige Dokument wird die Ergebnisse des Teilberichts, Beweismaterial aus mindestens acht Anhörungen enthalten und könnte dem Justizministerium sowie dem Büro des Ombudsmanns als Grundlage für mögliche juristische Schritte dienen.
Hontiveros forderte Co auf, in die Philippinen zurückzukehren und alle relevanten Informationen offenzulegen. Seine Aussage gilt als entscheidend, um noch bestehende Lücken in den Ermittlungen zu schließen. Zudem könnte der Ausschuss den ehemaligen Präsidenten des Repräsentantenhauses, Ferdinand Martin Romualdez, zu einer weiteren Anhörung vorladen – was möglicherweise zu einer direkten Konfrontation mit Co und ehemaligen Soldaten führen würde, denen vorgeworfen wird, im Zusammenhang mit den Hochwasserschutzprojekten Schmiergeldzahlungen entgegengenommen zu haben.
Das Gremium deutete an, die Anhörungen bereits vor der offiziellen Plenarabstimmung wiederaufnehmen und erste Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen. Lacson's Zwischenbericht könnte als Basis für weitere Maßnahmen dienen und sicherstellen, dass die Ermittlungen nicht ins Stocken geraten, während auf die letzten Unterschriften gewartet wird.
Zu den nächsten Schritten des Ausschusses gehören die Beschaffung weiterer Unterschriften sowie die mögliche Wiederaufnahme von Anhörungen, um die Untersuchungen zu vertiefen. Sollte Co die erwartete Aussage machen, könnte dies die Beweislage gegen die Beschuldigten in dem mutmaßlichen Korruptionsskandal stärken. Die Ergebnisse werden nach ihrer Veröffentlichung Teil der offiziellen Akten und könnten künftige juristische Verfahren beeinflussen.






