26 April 2026, 08:37

Skandal im portugiesischen Parlament: Abgeordneter dreht Redner demonstrativ den Rücken zu

Eine Gruppe von Menschen protestiert vor einem Gebäude mit Schildern, auf denen "Frieden ist möglich" steht, gegen ein Verbot für trans-Amerikaner, einige halten Schilder, während andere auf den Stufen sitzen.

Skandal im portugiesischen Parlament: Abgeordneter dreht Redner demonstrativ den Rücken zu

Ein Moment der Spannung entlud sich im portugiesischen Parlament während der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Nelkenrevolution. Der sozialistische Abgeordnete Pedro Delgado Alves drehte dem Redner José Pedro Aguiar-Branco demonstrativ den Rücken zu, als dieser seine Ansprache hielt. Die Geste löste umgehend Kritik bei politischen Beobachtern und Kollegen aus.

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Der Vorfall ereignete sich, während Aguiar-Branco vor der Versammlung sprach. Delgado Alves, sichtbar missbilligend, entschied sich, dem Redner den Rücken zuzukehren, anstatt zuzuhören. Später verteidigte er sein Verhalten mit dem Hinweis, er habe die Veranstaltung weder unterbrochen noch durch Beleidigungen oder Proteste gestört.

Der politische Kommentator ägelo Correia verurteilte das Verhalten des Abgeordneten als "unbegründete Provokation" und "Respektlosigkeit". Er ging noch weiter und bezeichnete die Aktion als "kindisch", die die Würde des Anlasses untergraben habe. Trotz der harschen Kritik blieb Delgado Alves bei seiner Haltung und beschrieb Aguiar-Brancos Äußerungen als "ziefst bedenklich" – ohne jedoch seine Beweggründe für die demonstrative Abkehr näher zu erläutern.

Die Konfrontation verschärft die ohnehin angespannten politischen Verhältnisse im Parlament. Delgado Alves' Weigerung, sich mit der Rede auseinanderzusetzen, bleibt ein Streitpunkt. Beobachter warten nun gespannt auf weitere Reaktionen beider Seiten in den kommenden Tagen.

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