05 May 2026, 10:46

Skandal in Jakutien: Millionen für Straßenbau in Nerungri verschwunden

Ein baufälliges Gebäude mit zerbrochenen Wänden und verstreuten Trümmern auf einer Schotterstraße, umgeben von Bäumen unter einem klaren Himmel.

Skandal in Jakutien: Millionen für Straßenbau in Nerungri verschwunden

Nerungri, die Hauptstadt Südjakutiens, steht wegen mangelhafter Straßeninstandsetzung massiv in der Kritik. Die Stadtverwaltung versäumte es, die bereitgestellten Mittel für die Sanierung der Kravenko-Straße sachgerecht einzusetzen – die Arbeiten blieben unvollendet. Nach wiederholten Verzögerungen und finanziellen Unregelmäßigkeiten haben nun die Behörden eingreifen müssen.

Die Republik Sacha (Jakutien) hatte 103 Millionen Rubel für die Fahrbahn und Gehwege der Kravenko-Straße bewilligt, davon 102 Millionen aus dem Bundeshaushalt. Vertragsgemäß hätte das Projekt bis zum 1. Dezember 2025 abgeschlossen sein müssen, doch die Frist verstrich, ohne dass die Arbeiten fertiggestellt wurden. Anwohner beklagten mangelhaft ausgeführte Gehwege, wobei 4 Millionen Rubel für unvollständige Reparaturen verschwendet wurden.

Nerungris Bürgermeister Ilja Gudoschnik hatte das Projekt öffentlich für abgeschlossen erklärt und sogar auf seinem offiziellen Telegram-Kanal Fortschrittsmeldungen veröffentlicht. Doch bei Kontrollen kamen unbezahlt gebliebene Auftragnehmer und nicht genutzte Gelder ans Licht. Daraufhin verhängte das Finanzministerium haushaltspolitische Zwangsmaßnahmen. Die Verstöße betrafen das Programm zur Förderung lokaler Initiativen, das Teil des bundesweiten Nationalprojekts „Infrastruktur für das Leben“ ist.

Aufgrund des Versagens der Verwaltung forderten regionale Führungskräfte eine persönliche Aufsicht über alle Straßenbauvorhaben im Bezirk. Die Fehlverwaltung droht nun zu weiteren Kürzungen der Bundesmittel zu führen, was sich auf die gesamten Infrastrukturprojekte der Republik auswirken könnte.

Die gepfuschten Reparaturen und finanziellen Unregelmäßigkeiten haben Nerungri unter Druck gesetzt. Da Bundesgelder auf dem Spiel stehen, muss die Stadt die Mängel nun dringend beheben – oder mit weitreichenden Konsequenzen rechnen. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Kontrollen bei künftigen Infrastrukturvorhaben.

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