Skandal in Jakutsk: Gefälschte GTO-Zertifikate für 1.000 Rubel verkauft
Lina SeidelSkandal in Jakutsk: Gefälschte GTO-Zertifikate für 1.000 Rubel verkauft
Zwei Mitarbeiter in Jakutsk wurden wegen des Verkaufs gefälschter Sportzertifikate strafrechtlich belangt. Die beiden 27-Jährigen sollen angeblich GTO-Bescheinigungen ohne die vorgeschriebenen Prüfungen ausgestellt haben. Die Behörden bezeichnen den Fall als schweren Rückschlag für den Ruf des Sports in der Region.
Der Vorfall ereignete sich in einer Sporteinrichtung in Jakutsk. Die beiden Angestellten sollen die GTO-Zertifikate für jeweils 1.000 Rubel verkauft haben, ohne dass die notwendigen Tests absolviert wurden. Nach der Aufdeckung der Machenschaften wurden sie umgehend entlassen.
Die Strafanzeige wurde von einem Ermittler der Polizeidirektion Nr. 4 in Jakutsk an das Gericht weitergeleitet. Beide Beschuldigten werden nach Artikel 324 des russischen Strafgesetzbuchs angeklagt, der den illegalen Verkauf amtlicher Dokumente unter Strafe stellt.
Das Sportministerium der Republik Sacha (Jakutien) verurteilte den Betrug als schweren Schlag für die GTO-Bewegung. Dieses Programm fördert Breitensport und einen gesunden Lebensstil in der gesamten Region. Trotz des Skandals werden die Entwicklungsarbeiten für den GTO-Komplex fortgesetzt – bereits jetzt sind 44 Testzentren und 158 Standorte in Betrieb.
Im Jahr 2025 wurde Sportausrüstung für GTO-Prüfungen im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens an acht Bezirke verteilt. Neun weitere Ausrüstungssätze sollen noch in diesem Jahr geliefert werden, um den Zugang in weiteren Gebieten zu ermöglichen.
Der Fall hat Schwächen in der Aufsicht der Sportverwaltung Jakutiens offengelegt. Während die Beschuldigten nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, wird das GTO-Programm der Region weiter ausgebaut. Die Bereitstellung neuer Ausrüstung und Teststätten bleibt in den kommenden Monaten wie geplant auf Kurs.






