22 March 2026, 02:28

Skandal um Abschiebegefängnis in Texas: Kinder länger als erlaubt inhaftiert

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Skandal um Abschiebegefängnis in Texas: Kinder länger als erlaubt inhaftiert

Das Abschiebegefängnis in Dilley, Texas, steht zunehmend in der Kritik wegen der Behandlung von Migrantenfamilien und Kindern. Im vergangenen Jahr wurden dort etwa 2.500 Familien und über 4.000 Kinder festgehalten – oft länger als die gesetzlich erlaubten 20 Tage. Die Situation führte zu Protesten, Klagen und einer vorübergehenden Schließung im Dezember 2023.

2023 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Dilley 25 Tage, was gegen die Flores-Vereinbarung verstößt – ein langjähriger Vergleich, der die Inhaftierung von Kindern auf 20 Tage begrenzt. Die Regierung unter Donald Trump hatte wiederholt versucht, diese Regelung aufzuweichen, was für zusätzliche Kontroversen sorgte. Gleichzeitig verschlechterten sich die Bedingungen im Zentrum, während Inhaftierte gegen die verschärfte Migrationspolitik protestierten.

Anfang Februar befanden sich noch etwa 280 Kinder in der Einrichtung. Bis Mitte März sank die Zahl deutlich auf rund 85. Berichten zufolge wurden im Dezember und Januar 595 Kinder über die 20-Tage-Grenze hinaus festgehalten, teilweise monatelang.

Auch gesundheitliche und sicherheitsrelevante Bedenken traten auf. Virusausbrüche und Lockdowns erschwerten das Leben im Zentrum Ende 2023 und Anfang 2024. Ein 13-jähriges Mädchen versuchte, sich das Leben zu nehmen, nachdem Mitarbeiter ihr Antidepressiva verweigert und eine Zusammenführung mit ihrer Mutter blockiert hatten. Unterdessen wurden der fünfjährige Liam Conejo Ramos und sein Vater Anfang dieses Jahres nach Dilley gebracht.

Eine Bundesanhörung zu dem Fall ist für später in diesem Monat angesetzt; die Verhandlungen werden von der leitenden Bundesrichterin Dolly Gee geleitet.

Der Betrieb der Einrichtung bleibt unter rechtlichem Druck, da die Haftdauern und Bedingungen weiterhin Kritik auslösen. Da sich die Zahl der inhaftierten Kinder in Dilley verringert hat, könnte das Ergebnis der anstehenden Anhörung künftige Richtlinien prägen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Migrationsvollzug und Kinderschutz.

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