Solaris startet mit neuer Führung in strategische Wachstumsphase
Solaris kündigt weitreichende Führungswechsel im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung an
Der Berliner Anbieter für eingebettete Finanzdienstleistungen, der kürzlich 140 Millionen Euro an Investitionen einsammeln konnte, wird Anfang 2026 einen neuen Vorstandsvorsitzenden und einen neuen Chief Risk Officer (CRO) an die Spitze stellen. Die personellen Veränderungen folgen auf drei Jahre rasanten Wachstums im deutschen Fintech-Sektor.
Das Unternehmen hat seine Kundenbasis auf über 200 Partner ausgebaut und verarbeitet jährlich Transaktionen im Volumen von 15 Milliarden Euro über seine Banking-as-a-Service-Lösungen (BaaS). Im Jahr 2025 erfolgte zudem ein Eigentümerwechsel: Die japanische SBI Gruppe übernahm die Mehrheit an Solaris und positioniert das Unternehmen damit als zentralen Baustein ihres europäischen Portfolios.
Führungswechsel an der Spitze Carsten Höltkemeyer, der Solaris durch eine Phase starken Wachstums geführt hat, wird Ende 2025 als CEO zurücktreten. Sein Nachfolger, Steffen Jentsch, bringt Erfahrung im Skalieren digitaler Finanzplattformen sowie in der Navigation regulatorischer Herausforderungen mit. Seine Berufung fällt mit den Plänen des Unternehmens zusammen, in den kommenden Monaten die strategische Ausrichtung zu präzisieren – mit Fokus auf kompatibles und skalierbares Wachstum in ganz Europa.
Ein weiterer Wechsel betrifft die Risikoabteilung: Ansgar Finken verlässt seine Position als Chief Risk Officer. Matthias Heinrich übernimmt das Amt und bringt tiefgreifende internationale Expertise in den Bereichen Risikomanagement und regulatorische Projekte mit. Die Umbesetzungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Solaris seine führende Rolle im Bereich Embedded Finance weiter ausbauen will. Hier hat sich das Unternehmen durch spezialisierte deutsche Lizenzen und Compliance-Lösungen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Tink, Plaid und Adyen erarbeitet.
Investorenvertrauen und Markterfolge Die im Februar 2025 abgeschlossene Series-G-Finanzierungsrunde über 140 Millionen Euro unterstrich das Vertrauen der Investoren. Die SBI Gruppe, nunmehr Mehrheitseigner, bezeichnet Solaris als "Schlüsselelement" ihrer europäischen Strategie. Die Mittel sollen unter anderem die Stärkung des Managements und die Expansion über die deutschen Grenzen hinaus vorantreiben.
In den vergangenen drei Jahren hat Solaris eine starke Marktposition aufgebaut und verarbeitete bis Anfang 2026 jährlich Transaktionen im Wert von 15 Milliarden Euro. Während globale Anbieter wie Adyen 2025 weltweit über eine Billion Euro abwickelten oder Plaid in Deutschland aufgrund der PSD2-Regulierung langsamer wuchs, setzte Solaris auf maßgeschneiderte BaaS-Lösungen. Dieser Ansatz half dem Unternehmen, mehr als 200 Partner zu gewinnen – von Fintechs bis zu traditionellen Unternehmen, die Finanzdienstleistungen in ihre Angebote integrieren.
Zukunftspläne: Expansion mit neuer Führung und klarer Strategie Mit der neu formierten Führungsetage und einer überarbeiteten Strategie bereitet sich Solaris auf die nächste Wachstumsphase vor. Das Unternehmen will seine Stärken in Compliance und dem deutschen Markt nutzen, um weiter in Europa zu expandieren. Die Unterstützung durch SBI und die jüngste Kapitalerhöhung bieten dabei eine solide Grundlage, um die Aktivitäten im Bereich Embedded Finance auszubauen.






