27 March 2026, 00:38

Spionage-Alarm an US-Unis: Chinas Einfluss und die Suche nach Lösungen

Ein Mann in einer grünen Mütze und Brille, der wie ein Sicherheitsmann aussieht, spricht in ein Mikrofon vor einer flaggengeschmückten Wand.

Spionage-Alarm an US-Unis: Chinas Einfluss und die Suche nach Lösungen

Abgeordnete in Washington schlagen Alarm wegen möglicher ausländischer Spionage an US-amerikanischen Universitäten. Eine aktuelle Anhörung brachte die Sorgen über chinesischen Einfluss zur Sprache, wobei eine studentische Journalistin aussagte, sie sei von einem Agenten ins Visier genommen worden. Die Debatte hat zudem die Diskussion über eine stärkere bundesweite Aufsicht im Hochschulbereich neu entfacht.

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Elsa Johnson, Chefredakteurin des Stanford Review, schilderte vor dem Bildungs- und Arbeitsausschuss des Repräsentantenhauses ihre Erfahrungen mit einem mutmaßlichen chinesischen Agenten. Nachdem sie den Vorfall öffentlich gemacht hatte, gab sie an, Drohanrufe erhalten und von Personen überwacht worden zu sein, die mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung stehen.

Republikaner im Ausschuss warnten, dass Universitäten weiterhin anfällig für die Ausnutzung durch ausländische Regierungen seien. Sie verwiesen auf Fälle wie den Vorfall 2025 an der Universität von Michigan, bei dem drei chinesische Wissenschaftler beschuldigt wurden, biologisches Material geschmuggelt zu haben. Die Universität hat seitdem die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, darunter gründlichere Hintergrundüberprüfungen und strengere Kontrollen für Labormaterialien.

Der kommissarische Präsident Domenico Grasso bestätigte, dass Michigan nun universitätsweite Standards für Gastforscher durchsetzt und die physische Sicherheit verbessert. Unterdessen mahnten demokratische Ausschussmitglieder zur Zurückhaltung bei der Dramatisierung des Themas. Die Abgeordnete Suzanne Bonamici (Demokraten, Oregon) argumentierte, dass bundesweite Bildungspolitik – etwa der Versuch von Präsident Trump, das Bildungsministerium abzuschaffen – direkten Einfluss auf Studierende habe und dringlicher sei als Spionagebedenken.

Die Anhörung offenbarten auch unterschiedliche Auffassungen darüber, wie mit dem Problem umgegangen werden soll. Einige Politiker forderten strengere bundesweite Schutzmaßnahmen, während andere warnten, dass eine übermäßige Fokussierung auf ausländische Bedrohungen Xenophobie schüren und drängendere Herausforderungen im Hochschulwesen in den Hintergrund drängen könnte.

Die Aussagen und die anschließende Debatte unterstreichen die wachsenden Spannungen um die Sicherheit an US-Universitäten. Zwar haben Einrichtungen wie die Universität von Michigan bereits Schritte zur Verschärfung der Kontrollen unternommen, doch seit 2023 gibt es keine landesweiten Regelungen. Nun geht es in der Diskussion darum, ob Bundes- oder Landesbehörden die Führung bei der Abwehr möglicher Spionagerisiken übernehmen sollten.

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