Spritpreise in Singapur explodieren – Taxi- und Ride-Hailing-Dienste erhöhen Fahrpreise
Emil LangeSpritpreise in Singapur explodieren – Taxi- und Ride-Hailing-Dienste erhöhen Fahrpreise
Steigende Spritpreise in Singapur zwingen Taxi- und Ride-Hailing-Anbieter zu Fahrpreisanpassungen und Unterstützungsmaßnahmen
Die jüngsten Preiserhöhungen bei Kraftstoffen in Singapur haben mehrere Taxi- und Ride-Hailing-Unternehmen dazu veranlasst, ihre Tarife anzupassen und neue Hilfsprogramme einzuführen. Die aktuellen Entwicklungen folgen auf einen fast dreifachen Anstieg der Dieselpreise seit Ende Februar, die inzwischen Rekordhöhen erreicht haben. Unternehmen wie Grab, Strides Premier und ComfortDelGro haben bereits Maßnahmen angekündigt, um Fahrern unter die Arme zu greifen.
Grab wird seinen Kraftstoffzuschlag ab dem 7. April um 40 Cent erhöhen, sodass dieser für die meisten Fahrten bei insgesamt 90 Cent liegt. Die Anpassung betrifft nicht die Standard- oder Taxameter-Taxis, und der volle Zuschlag kommt direkt den Fahrern zugute. Dieser Schritt reiht sich in einen größeren Trend ein: Bereits 2022 hatte der Nationale Verband für private Mietwagen (National Private Hire Vehicles Association, NPHVA) eine Gebühr für Fahrer eingeführt, um die steigenden Lebenshaltungskosten und Spritausgaben abzufedern.
Auch Strides Premier bietet neue Anreize: Fahrer, die sich zwischen dem 24. März und dem 30. April registrieren, erhalten bis zu 500 Singapur-Dollar an Tankgutschriften. Grab wiederum hat ein Unterstützungsprogramm im Wert von 1,1 Millionen Singapur-Dollar aufgelegt, das Tankgutscheine, höhere Bargeldboni und erhöhte Cashback-Rabatte umfasst.
Die Tarifanpassungen gelten vorerst bis zum 31. Mai; eine Überprüfung ist vor Ablauf der Frist geplant. Die Spritpreise an den Zapfsäulen haben bereits die Werte von 2022 überschritten – ein Liter 95-Oktan-Benzin kostet derzeit zwischen 3,40 und 3,42 Singapur-Dollar. Die Straits Times hat bei Gojek, Ryde, Tada und ComfortDelGro nach möglichen Gebührenänderungen nachgefragt, doch konkrete Details stehen noch aus.
Die Dieselpreise in Singapur sind seit Ende Februar stark angestiegen und liegen mittlerweile bei 256 US-Dollar pro Fass – fast das Dreifache des Höchststands von 2022 während der Ukraine-Krise. Unklar bleibt jedoch, wie sich dieser drastische Anstieg direkt auf die Fahrpreise bei Plattformen wie Gojek, Ryde oder Tada auswirken wird.
Die jüngsten Tarifanpassungen und Unterstützungsmaßnahmen zielen darauf ab, die Belastung für Fahrer angesichts explodierender Spritkosten zu verringern. Die Anbieter werden die Änderungen bis Ende Mai erneut bewerten – abhängig von der Marktentwicklung. Bis dahin müssen sich Fahrgäste auf höhere Preise bei den meisten Diensten einstellen.






