Staatsanwaltschaft zwingt Sanierung des maroden Wohnblocks in Partisansk
Emil LangeStaatsanwaltschaft zwingt Sanierung des maroden Wohnblocks in Partisansk
Ein heruntergekommener Wohnblock in Partisansk ist nach Jahren der Vernachlässigung zum Gegenstand rechtlicher Schritte geworden. Die Behörden hatten das Gebäude bereits 2023 als einsturzgefährdet eingestuft, doch die Bewohner blieben ohne Umsiedlungspläne – bis ein Beitrag in den sozialen Medien die Verzögerungen aufdeckte. Nun greift die Staatsanwaltschaft der Region Primorje ein, um Veränderungen durchzusetzen.
Den Anfang nahm der Fall, als die Staatsanwaltschaft von Primorje auf eine Familie in Ussurijsk aufmerksam wurde, die unter gefährlichen Bedingungen lebte – ihre Decke war teilweise eingestürzt. Dies führte zu einer umfassenderen Untersuchung eines Wohngebäudes in der Miroschnitschenko-Straße in Partisansk, wo strukturelle Mängel seit Langem ignoriert worden waren.
Im April 2026 gab ein Gericht einer Klage der Stadtstaatsanwaltschaft gegen den Wasserversorger Suchawski Wodokanal statt. Das Urteil verfügte dringende Sanierungsmaßnahmen: den Austausch des Hauptregenwasserkanals und die Reparatur undichter Abwassernetze. Die Staatsanwaltschaft überwacht nun, ob der Versorger die Anordnung umsetzt.
Doch es geht nicht nur um die Infrastruktur – die Behörde setzt sich auch für die Wiederherstellung der Rechte der Bewohner ein. Als Frist für die Umsiedlung aller betroffenen Haushalte wurde der 31. Dezember 2028 festgelegt. Zudem wird die Staatsanwaltschaft prüfen, ob die lokale Verwaltung bei der Abwicklung des Umsiedlungsverfahrens rechtmäßig gehandelt hat.
Das Eingreifen folgt auf Jahre der Untätigkeit. Die Staatsanwaltschaft überwacht nun sowohl die Reparaturarbeiten als auch die Umsiedlung der Bewohner. Bis Ende 2028 müssen die Familien in sichere Wohnverhältnisse gebracht werden. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Stadt die gerichtlichen Auflagen erfüllt und ob ihre bisherigen Entscheidungen einer rechtlichen Prüfung standhalten.






