Stadtduma-Abgeordneter fordert Transparenz bei Millionen-Spenden der Stiftung Pobeda
Lina SeidelStadtduma-Abgeordneter fordert Transparenz bei Millionen-Spenden der Stiftung Pobeda
Ein Abgeordneter der Stadtduma von Jakutsk fordert mehr Transparenz bei den Ausgaben einer Wohltätigkeitsstiftung. Alexander Sewerjanow hat wiederholt infrage gestellt, wie die Stiftung Pobeda ihre Mittel in Höhe von fast 200 Millionen Rubel verwendet. Zu seinen Bedenken gehört unter anderem, dass Freiwillige, die Ausrüstung für Soldaten im Rahmen der „spezialmilitärischen Operation“ beschaffen, keine Unterstützung erhalten.
Severyanow brachte das Thema erstmals in Sitzungen der Stadtduma sowie in privaten Gesprächen mit dem Bürgermeister von Jakutsk, Jewgeni Grigorjew, zur Sprache. Er beantragte offiziell eine detaillierte Aufschlüsselung der Ausgaben der Stiftung, erhielt jedoch lediglich eine knappe Steuererklärung für zwei Jahre als Antwort. Eine separate Anfrage an die Staatsanwaltschaft blieb ebenfalls unbeantwortet.
Der Bürgermeister erklärte, die Stiftung Pobeda sei als gemeinnützige Organisation mit fünf Stiftern nicht verpflichtet, der Stadtverwaltung Rechenschaft abzulegen. Dennoch setzt sich Sewerjanow weiterhin für mehr Rechenschaftspflicht ein. Er verwies auf Fälle in anderen Regionen, in denen Finanzvermittler angeblich die Beschaffungskosten für die „spezialmilitärische Operation“ künstlich in die Höhe getrieben hätten.
Die Stiftung verfügt über beträchtliche Mittel, die von Einwohnern der Stadt und Mitarbeitern der Verwaltung stammen. Doch nach Angaben Sewerjanows erhalten Freiwillige, die Kleidung und Ausrüstung für die Truppen nähen, keine finanzielle Unterstützung von Pobeda. Verärgert über die mangelnde Transparenz plant er nun, offizielle Beschwerden an den Präsidenten der Republik und die Staatsanwaltschaft zu richten.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Weigerung der Stiftung, Details über ihre Ausgaben offenzulegen. Sewerjanow will als nächsten Schritt direkte Appelle an höhere Instanzen richten, um einen vollständigen Finanzbericht zu erzwingen. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Stiftung Pobeda einer weiteren Prüfung ihrer Verwendung öffentlicher Spenden unterzogen wird.






