26 March 2026, 22:33

Stagflationsängste belasten Märkte – doch nicht alle Unternehmen geben nach

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Stagflationsängste belasten Märkte – doch nicht alle Unternehmen geben nach

Sorgen vor Stagflation kehren zurück, da Ölpreise steigen und Handelszölle die Inflation anheizen. Anleger ziehen sich aus Sektoren wie Grundstoffindustrie, zyklischer Konsum und Informationstechnologie zurück. Dennoch zeigen einige Unternehmen trotz der Unsicherheit Anzeichen von Widerstandsfähigkeit.

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Die aktuelle wirtschaftliche Belastung sei bei Weitem weniger schwerwiegend als in den 1970er- und 1980er-Jahren, betont US-Notenbankchef Jerome Powell. Die heutigen Herausforderungen unterschieden sich deutlich von denen der Vergangenheit – auch wenn die Nervosität an den Märkten anhält.

Der jüngste Anstieg der Ölpreise und die durch Zölle getriebene Inflation haben die Befürchtungen vor einer Stagflation neu entfacht. In der Folge kämpfen Branchen wie Grundstoffe, zyklischer Konsum und IT mit Rückschlägen. Viele Aktien in diesen Bereichen haben nachgegeben oder konnten keinen Aufwärtstrend entwickeln.

Coeur Mining, Inc. (CDE) wurde besonders hart getroffen und verlor im vergangenen Monat über 25 %. Diese Woche verzeichnete das Unternehmen jedoch ein leichtes Comeback mit einem Plus von 5 %. Am 25. März notierte die Aktie bei rund 17,84 US-Dollar – ein Minus von 2,57 % an diesem Tag und 7,37 % innerhalb von fünf Tagen.

Auch Lumentum Holdings Inc. (LITE) stand in den letzten Monaten unter Abgabedruck. Doch Analysten melden erste Anzeichen für eine Trendwende. American Public Education, Inc. (APEI) hingegen bleibt dank solider Fundamentaldaten stabil – der Bildungssektor profitiert von einer konstanten Nachfrage, trotz allgemeiner Sorgen um die Konsumlaune der Verbraucher.

DiamondRock Hospitality Company (DRH) leidet unter Zweifeln an der Reisenachfrage. Dennoch gehört das Unternehmen zur stärkeren Hälfte der sogenannten "K-Wirtschaft", in der einkommensstarke Verbraucher weiterhin ausgeben. Sandisk Corporation (SNDK), ein führender Anbieter von Flash-Speicherlösungen, ist eng mit dem Wachstum von Rechenzentren verknüpft und bietet damit in unsicheren Zeiten eine gewisse Stabilität.

Der "Misery-Index", der Arbeitslosigkeit und Inflation kombiniert, liegt derzeit bei weniger als der Hälfte der Werte der 1970er- und 1980er-Jahre. Powells Aussagen unterstreichen dies: Zwar bestünden Risiken, doch das wirtschaftliche Umfeld sei heute bei Weitem weniger extrem.

Die Stagflationsängste setzen zwar bestimmte Branchen unter Druck – doch nicht alle Unternehmen sind gleichermaßen betroffen. Einige, wie American Public Education und Sandisk, bleiben dank ihrer Marktposition stabil. Andere, etwa Coeur Mining und Lumentum, zeigen nach starken Verlusten erste Erholungszeichen.

Da der Misery-Index deutlich unter historischen Höchstständen bleibt, hält sich der wirtschaftliche Druck vorerst in Grenzen. In den kommenden Wochen werden Anleger die Inflationsentwicklung und Signale der US-Notenbank genau beobachten.

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