Stand-up-Show in Bengaluru von wütenden TDP-Anhängern gestürmt
Stand-up-Auftritt in Bengaluru nach Protesten unterbrochen
Am 25. April 2023 wurde eine Stand-up-Comedy-Show in Bengaluru von einer Gruppe Zuschauer unterbrochen, die die Bühne stürmte. Die Protestierenden, mutmaßlich Anhänger der Telugu Desam Party (TDP), forderten eine Entschuldigung vom Komiker Sarat Uday wegen Witzen über Parteiführer aus dem Jahr 2021. Die Auseinandersetzung eskalierte schnell in verbale Beleidigungen und Drohungen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 19 Uhr in einem Veranstaltungsort im Stadtteil Koramangala, nur wenige Minuten nach Beginn von Udays Auftritt. Etwa ein Dutzend Personen unterbrachen die Show und warfen dem Komiker vor, den TDP-Vorsitzenden N. Chandrababu Naidu und dessen Sohn Nara Lokesh verspotten zu wollen. Ein Mann näherte sich der Bühne und gab vor, ein Fan zu sein, lehnte die Witze über "ihre politischen Führer" jedoch ab.
Ein weiterer Protestierender rief empört: "Wie kannst du Witze über den Naxaliten-Anschlag auf Chandrababu Naidu machen?" Obwohl Uday erklärte, sich bereits im Dezember 2021 für die Äußerungen entschuldigt zu haben, ließen die Demonstranten nicht locker. Sie bestanden auf eine sofortige Entschuldigung vor Ort, wobei einige Beleidigungen ausstießen und Drohungen aussprrachen.
Die Veranstalter willigten schließlich ein, den Protestierenden das Ticketgeld zu erstatten, woraufhin die Gruppe den Saal verließ. Der Vorfall reiht sich in eine ähnliche Störung Anfang April 2023 ein, als die Komiker Anudeep Katikala und Rafiq Muhammad wegen Witzen über den stellvertretenden Ministerpräsidenten von Andhra Pradesh, Pawan Kalyan, festgenommen worden waren.
Nach dem Abzug der Protestierenden wurde die Show fortgesetzt. Dennoch unterstreicht der Vorfall die anhaltenden Spannungen um humoristische Inhalte mit Bezug auf Politiker. Uday hatte die Kontroverse zwar bereits mit einer Entschuldigung zu entschärfen versucht, doch die Konfrontation deutet darauf hin, dass bei manchen Zuschauern weiterhin Unmut herrscht. Die Veranstalter kamen der Forderung nach Rückerstattungen nach, um die Situation zu deeskalieren.






