29 April 2026, 12:34

Stefan Evers wird Berlins neuer Kulturchef – und bleibt Finanzsenator

Logo der Berliner Finanzinitiative mit einem blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit blau-weißem Karomuster, auf einem weißen Hintergrund mit fetter schwarzer Schrift "Berlin Finance Initiative."

Stefan Evers wird Berlins neuer Kulturchef – und bleibt Finanzsenator

Berliner Bürgermeister Kai Wegner hat Stefan Evers zum neuen Chef der Senatsverwaltung für Kultur ernannt. Die Bekanntgabe erfolgte am Mittwochmorgen, nur wenige Tage nach dem Rücktritt der bisherigen Kulturstaatssekretärin.

Sarah Wedl-Wilson, eine parteilose Beamtin, war am Freitag als Kulturstaatssekretärin zurückgetreten. Ihr Rückzug folgte auf einen kritischen Bericht des Berliner Rechnungshofs. Die Prüfung hatte ergeben, dass Fördergelder in Höhe von 2,6 Millionen Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig bewilligt worden waren.

Evers, Mitglied der CDU, setzte sich gegen den ehemaligen Justizsenator Thomas Heilmann durch. Seine finanzpolitische Expertise und sein starkes Interesse an Kulturangelegenheiten spielten bei der Entscheidung eine zentrale Rolle. Er bleibt weiterhin Finanzsenator und übernimmt zusätzlich die Verantwortung für den Kulturbereich.

Der neue Kulturstaatssekretär ist bereits in die Verhandlungen über den Berliner Kapitalfinanzierungsvertrag eingebunden, der auch die Finanzierung des Kulturbereichs umfasst. Evers wird beide Ämter – Finanz- und Kultussenator – bis zu den Landtagswahlen im September 2026 innehaben.

Damit leitet Evers nun zwei zentrale Ressorts in der Berliner Regierung. Seine Doppelfunktion soll finanzielle Stabilität und kulturelle Aufsicht verbinden. Die Stadt wird genau beobachten, wie er beide Aufgaben im Vorfeld der anstehenden Wahlen bewältigt.

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