Stepan Burnashev dreht Weißes Land – eine Reise zwischen Jakutien und Tokio
Emil LangeStepan Burnashev dreht Weißes Land – eine Reise zwischen Jakutien und Tokio
Regisseur Stepan Burnashev hat die Dreharbeiten zu seinem neuen Kurzfilm Weißes Land aufgenommen. Die Geschichte begleitet Haru, einen Zainichi-Mann – einen in Japan lebenden Menschen koreanischer Abstammung –, der nach Jakutien reist, um lange verlorene Familienmitglieder zu finden. Burnashev, bekannt für seine Fokussierung auf menschliche Verbindungen, möchte zeigen, wie gemeinsame Handlungen und Fürsorge Menschen zusammenbringen.
Im Mittelpunkt des Films steht Haru, dessen Familie während des Koreakriegs auseinandergerissen wurde. Einige Angehörige blieben in Japan, andere gelangten nach Jakutien. Jahrzehnte später begibt er sich auf eine Reise, um sie in der unwirtlichen, abgelegenen Region wiederzufinden.
Die Produktion findet an drei Orten statt: Jakutsk, Chatassy und Tokio. Der japanische Schauspieler Keisuke Nomura, bekannt aus Filmen wie Die Besucher, Wasabi – Mehr als ein Märchen und Yoshihiko und die sieben Helden, übernimmt die Hauptrolle. Während der Dreharbeiten in Jakutien musste er extreme Bedingungen ertragen, mit Temperaturen bis zu –40 °C. Zudem probierte er lokale Spezialitäten wie Stroganina, ein traditionelles Gericht aus gefrorenem Fisch.
Weißes Land wird durch den Verzicht auf eine klassische Filmmusik auffallen – stattdessen setzt Burnashev auf natürliche Geräusche. Diese Entscheidung unterstreicht seinen Wunsch, ein immersives Erlebnis zu schaffen, bei dem Umgebung und Emotionen die Erzählweise prägen.
Die Dreharbeiten erstrecken sich über Jakutien und Tokio, mit Nomura in der Hauptrolle. Nach Fertigstellung wird Weißes Land Themen wie Familie, Vertreibung und die Bindungen behandeln, die durch gemeinsame Herausforderungen entstehen. Der Verzicht auf eine herkömmliche Musikuntermalung wird die rohe, natürliche Atmosphäre der Geschichte zusätzlich betonen.






