Strategy stoppt Bitcoin-Käufe erstmals nach wochenlanger Kaufserie
Strategy (ehemals MicroStrategy) unterbricht erstmals seit Wochen seine aggressive Bitcoin-Kaufstrategie
Zum ersten Mal seit Wochen hat Strategy, das früher unter dem Namen MicroStrategy bekannt war, seine konsequente Bitcoin-Kaufoffensive pausiert. Zwischen dem 23. und 29. März 2026 tätigte das Unternehmen keine Käufe – ein Bruch mit der bisherigen Praxis der massiven Bestandsaufstockung. Dies folgt auf einen volatilen Monat für die Aktie des Unternehmens, die deutliche Rückgänge und gemischte Marktsignale verzeichnete.
Von Mitte Februar bis Ende März hatte Strategy regelmäßig große Mengen Bitcoin erworben, wobei die wöchentlichen Käufe zwischen 600 und 22.000 BTC lagen. Üblicherweise finanziert das Unternehmen diese Transaktionen durch den Verkauf eigener Aktien zu einem Aufschlag. Doch in der Woche bis zum 29. März wurden weder neue Bitcoins gekauft noch Aktien veräußert – eine ungewöhnliche Unterbrechung der sonst so aktiven Handelstätigkeit.
Aktienkurs unter Druck Die Pause fällt in eine turbulente Phase für die Strategy-Aktie. Zwischen dem 16. und 30. März gab der Kurs deutlich nach, darunter ein Rückgang um 6,28 Prozent am 18. März. Zwar kletterte die Aktie am 25. März kurzzeitig auf 143,85 US-Dollar, schloss aber niedriger bei 139,13 US-Dollar. Bis zum 27. März erreichte sie ein neues Vier-Wochen-Tief – ein Spiegelbild der allgemeinen Marktunsicherheit.
Mehrere Faktoren trugen zu der Volatilität bei: In der Vorwoche hatte das Unternehmen noch 17.994 BTC zu einem Kurs von etwa 73.581 US-Dollar erworben. Zudem belasteten Insider-Verkäufe durch Führungskräfte, darunter CEO Le Phong, sowie ein gemeldeter Verlust von 42,93 US-Dollar pro Aktie die Stimmung der Anleger. Technische Indikatoren wie bärische Kreuzungen und Leerverkaufssignale verstärkten den Abwärtsdruck.
Kein Signal von Michael Saylor – Experten sehen finanzielle Gründe Michael Saylor, der geschäftsführende Vorsitzende von Strategy, pflegt sonntags meist ein rätselhaftes Bitcoin-bezogenes Bild zu posten, gefolgt von einer offiziellen Ankündigung am Montag. Doch am 29. März blieb ein solches Bild aus. Der Krypto-Marktkommentator Brian Brookshire vermutet, dass die Kaufpause nicht auf eine strategische Neuausrichtung, sondern auf ungünstige finanzielle Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.
Trotz der Unterbrechung betont Strategy, die bestehenden Bitcoin-Bestände zu halten, bis sich die Marktlage verbessert. Das Unternehmen bleibt seinem Akkumulationsmodell treu, auch wenn die aktuellen Umstände einen vorübergehenden Stopp erzwingen. Die Aktie notiert weiterhin unter ihrem Nennwert – ein Zeichen für die anhaltenden Marktprobleme. Die Entscheidung, die Käufe einzustellen, steht im Einklang mit den jüngsten Gegenwinden, darunter Kursrückgänge und technische Schwächen. Beobachter werden nun genau verfolgen, ob die Pause andauert oder ob die Käufe unter günstigeren Bedingungen wieder aufgenommen werden.






