Streit in Portugals Sozialisten eskaliert nach abgelehnter Kandidatenliste
Emil LangeStreit in Portugals Sozialisten eskaliert nach abgelehnter Kandidatenliste
In der portugiesischen Sozialistischen Partei (PS) ist nach der Ablehnung einer alternativen Kandidatenliste auf dem jüngsten Parteitag ein Streit entbrannt. Unterstützer der Liste von Ricardo Gonçalves werfen der Partei vor, die Entscheidung sei ungerecht gewesen, und betonen, ihr Antrag habe alle Anforderungen erfüllt.
Die abgelehnte Liste, die zunächst als "nur sieben Namen" umfassend abgetan wurde, enthielt tatsächlich 251 Kandidaten und 48 Unterstützer. Der Konflikt begann, als Parteifunktionäre auf dem PS-Kongress nur eine einzige Kandidatenliste billigten. Eine Gruppe von 40 Mitgliedern focht die Ablehnung von Gonçalves' Alternativliste umgehend an. Sie bestand darauf, ihr Antrag entspreche den Parteistatuten, einschließlich der geforderten Mindestzahl an Namen.
Kritiker der angenommenen Liste warfen dieser "mehrfache kumulative Unregelmäßigkeiten" vor. Ein direkter Vergleich der beiden Listen in Bezug auf unterstützende Mitglieder oder strukturelle Einheiten fand jedoch nicht statt. Die abgelehnte Gruppe beharrt darauf, ihre Liste sei trotz Erfüllung aller formalen Kriterien zu Unrecht übergangen worden.
Bisher sind keine weiteren Details zu den angeblichen Verstößen gegen die Parteiregeln durch die anerkannte Liste bekannt geworden. Der Streit dreht sich nun darum, ob das Ablehnungsverfahren den parteiinternen Richtlinien gerecht wurde.
Die Zurückweisung von Gonçalves' Liste hat die Spannungen innerhalb der Sozialistischen Partei ungelöst zurückgelassen. Die Gruppe hinter der alternativen Kandidatenliste drängt weiterhin auf eine Überprüfung der Entscheidung. Vorerst bleibt die anerkannte Liste die einzige, die von der Partei offiziell anerkannt wird.






