16 April 2026, 12:36

Streit um geplante Kraftstoffsteuer-Erhöhung spaltet Politik und Wirtschaft

Balkendiagramm, das den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier Abschnitte mit prozentualer Aufschlüsselung.

Streit um geplante Kraftstoffsteuer-Erhöhung spaltet Politik und Wirtschaft

Eine geplante Erhöhung der Kraftstoffsteuer hat eine politische Kontroverse ausgelöst. Oppositionsparteien und Wirtschaftsführer kritisieren den Schritt scharf. Derzeit erhebt die Regierung 52,95 Pence pro Liter – doch eine vorübergehende Senkung um 5 Pence, die 2022 eingeführt wurde, soll ab September 2026 schrittweise zurückgenommen werden. Konservative, Reform UK und die Liberaldemokraten haben sich einheitlich gegen die geplante Erhöhung ausgesprochen.

Bildungsministerin Bridget Phillipson wollte die Steuererhöhung nicht ausschließen und betonte, die Regierung werde die Lage "näher am Termin" bewerten. Unterdessen bereitet Finanzministerin Rachel Reeves ein "zielgerichtetes" Unterstützungspaket vor, um einkommensschwachen Haushalten bei den steigenden Energiekosten zu helfen.

Der Streit entzündete sich, nachdem die Regierung Pläne bestätigt hatte, die 5-Pence-Senkung der Kraftstoffsteuer rückgängig zu machen. Dies wäre die erste Erhöhung seit 15 Jahren – zuvor war die Steuer seit 2011 eingefroren worden. Die ehemalige Wirtschaftsministerin Kemi Badenoch argumentierte, die Regierung solle sich stattdessen auf die Ausweitung der Öl- und Gasförderung in der Nordsee konzentrieren, anstatt die Spritpreise zu erhöhen.

Die Labour-Regierung steht unter Druck von mehreren Seiten. Parteichef Keir Starmer präzisierte, dass Entscheidungen über neue Lizenzen für Nordsee-Öl- und Gasförderung beim Netto-Null-Sekretär Ed Miliband lägen. Gleichzeitig wies Asda-Chef Allan Leighton Vorwürfe zurück, Einzelhändler würden von den hohen Spritpreisen profitieren, und nannte die Anschuldigungen "ungerecht".

Phillipson vermied eine klare Positionierung und beharrte darauf, dass die "bisherigen Entlastungen" vorerst bestünden. Man werde "näher am Zeitpunkt" eine Entscheidung treffen, statt Monate im Voraus festzulegen. Die geplante Erhöhung sorgt bei Autofahrern und Unternehmen für Unsicherheit über künftige Kosten, während die Minister wirtschaftliche Prioritäten gegen mögliche öffentliche Proteste abwägen.

Die Steuererhöhung bleibt vorerst für September 2026 vorgesehen – sofern die Regierung nicht eingreift. Reeves' angekündigte Hilfsmaßnahmen könnten die finanzielle Belastung für bedürftige Haushalte mildern. Bis dahin lässt sich die Regierung alle Optionen offen und will die Lage bei Annäherung an den Stichtag neu bewerten.

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