14 June 2026, 14:00

Streit um Redispatch-Reserve: Energiewende droht an Netzengpässen zu scheitern

Wirtschaftsminister Reiche zeigt Gesprächsbereitschaft

Streit um Redispatch-Reserve: Energiewende droht an Netzengpässen zu scheitern

In der deutschen Energiewirtschaft wird derzeit über Änderungen an der Redispatch-Reserve-Klausel diskutiert, die Betreiber bisher für die Abschaltung von Wind- oder Solaranlagen bei Netzenggpässen entschädigt. Branchenvertreter zeigen sich besorgt über die Auswirkungen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Einnahmestabilität.

Auf dem BDEW-Kongress in Berlin nahm Wirtschaftsministerin Katharina Reiche zu dem Thema Stellung. Sie erkannte die Herausforderungen an und schlug eine „systemdienliche Redispatch-Reserve-Klausel“ als mögliche Lösung vor. Reiche zeigte sich zudem offen für weitere Vorschläge in der Sache.

Die Energieunternehmen EWE und EnBW haben flexible Netzanbindungsverträge vorgeschlagen, um Entschädigungsverluste durch Engpässe zu begrenzen. EWE-Chef Stefan Dohler betonte die Notwendigkeit eines besseren Netzbetriebs angesichts des wachsenden Anteils erneuerbarer Kapazitäten. Gleichzeitig forderte BDEW-Vorsitzende Kerstin Andreae die Parteien auf, die Energiepolitik in den Koalitionsverhandlungen nicht zu vernachlässigen.

Die Branche befürchtet, dass energiewirtschaftliche Prioritäten in den übergeordneten Verhandlungen in den Hintergrund geraten könnten. Um Verzögerungen zu vermeiden, drängt der Sektor darauf, noch in diesem Jahr ein einheitliches „Energiepaket 2026“ zu verabschieden.

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Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, Netzstabilität und faire Entschädigungen für Betreiber in Einklang zu bringen. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die Art und Weise verändern, wie Erneuerbare-Energien-Projekte mit Engpässen umgehen. Das Ergebnis hängt von politischer Einigung und dem Feedback der Branche ab.

Quelle