Sturm "Kristin" hinterlässt Tod, Zerstörung und Milliardenkosten in Portugal
Lina SeidelSturm "Kristin" hinterlässt Tod, Zerstörung und Milliardenkosten in Portugal
Sturm "Kristin" verwüstete Portugal – 19 Tote und Schäden von über 5,3 Milliarden Euro
Sturm "Kristin" hat in Portugal verheerende Zerstörungen angerichtet: 19 Menschen kamen ums Leben, die Schäden belaufen sich auf mehr als 5,3 Milliarden Euro. Besonders betroffen waren die Regionen Leiria, Coimbra, Santarém und Lissabon, wo Häuser, Stromversorgung, Wassernetze und Kommunikationsinfrastrukturen schwer beschädigt wurden. Fast zwei Monate nach der Katastrophe kämpfen die Menschen weiterhin mit den Folgen – die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten dauern an.
Der Sturm traf Anfang Februar mit voller Wucht auf das Land und zerstörte wichtige Infrastruktur, tausende Menschen verloren ihr Zuhause. Stromausfälle, Wassermangel und zusammengebrochene Telefonleitungen ließen ganze Gemeinden im Stich. Bereits am 8. Februar besuchte Portugals neu gewählter Präsident die am stärksten betroffenen Gebiete, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen.
Die Regierung reagierte mit Notfallhilfen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro. Bisher wurden davon fast 2 Milliarden Euro an Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ausgezahlt. Über 65.000 Anträge auf Unterstützung wurden gestellt, davon allein 36.000 für den Wiederaufbau von Wohnraum.
Trotz Fortschritten gibt es weiterhin Frust: Unternehmer, Landwirte und lokale Behörden klagen über verzögerte Zahlungen und übermäßige Bürokratie. Zudem sind bei 20.000 Kunden die Festnetzanschlüsse immer noch unterbrochen – eine vollständige Wiederherstellung wird erst bis zum frühen Sommer erwartet.
Nächste Woche wird die Regierung die endgültige Fassung des Portugiesischen Transformations-, Wiederaufbau- und Resilienzplans (PTRR) vorstellen. Das Programm soll die Hilfsmaßnahmen beschleunigen und den langfristigen Wiederaufbau vorantreiben.
Die Bewältigung der Folgen von Sturm "Kristin" kommt voran, doch viele stehen weiterhin vor finanziellen und logistischen Herausforderungen. Mit bereits bewilligten Milliardenhilfen und weiteren geplanten Unterstützungen arbeiten die Behörden daran, die grundlegende Versorgung und Infrastruktur wiederherzustellen. Die anstehende Vorstellung des PTRR wird weitere Schritte aufzeigen, um anhaltende Probleme zu lösen und die betroffenen Regionen wiederaufzubauen.






