19 April 2026, 14:39

Südafrikas Kampf um flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsinternet bis 2035

Plakat, das das Affordable Connectivity Program bewirbt und angibt, dass über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, mit einem Logo und zusätzlichem Text über die Vorteile des Programms.

Südafrikas Kampf um flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsinternet bis 2035

Eine neue Studie unterstreicht die Herausforderungen und Kosten beim Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets in Südafrika. Die von der Entwicklungsbank des südlichen Afrika (Development Bank of Southern Africa) und der Nationalen Planungsbehörde (National Planning Commission) in Auftrag gegebene Untersuchung analysiert, wie bis 2035 eine flächendeckende Internetversorgung erreicht werden kann. Derzeit verfügen nur 17,4 Prozent der Haushalte über einen Internetanschluss zu Hause – trotz einer nahezu flächendeckenden Mobilfunkabdeckung.

Um die Ergebnisse zu diskutieren, kam ein hochrangiges Gremium mit Vertretern aus Regierung und Wirtschaft zusammen. Die von Zeph Nhleko moderierte Sitzung lotete Wege aus, um die digitale Kluft in ländlichen und stadtnahen Gebieten zu überbrücken.

Die Studie aus dem Jahr 2025 skizziert ein hybrides Infrastrukturmodell zur Verbesserung des Breitbandzugangs. Vorgeschlagen wird eine Kombination aus Glasfaser-Backbones, 5G-Netzen, Festfunk-Lösungen und Satellitentechnik für abgelegene Regionen. Ziel ist es, bis 2035 landesweit Geschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s zu ermöglichen.

Eine auf Mobilfunk basierende, kostengünstige Strategie würde Investitionen in Höhe von etwa 140 Milliarden Rand erfordern. Die Studie benennt jedoch auch erhebliche Hindernisse: Dazu zählen bezahlbare Tarife, Vandalismus an der Infrastruktur, unzuverlässige Energieversorgung, Fachkräftemangel und mangelnde Koordination zwischen staatlichen Stellen.

Südafrika belegt im World Digital Competitiveness Index 2024 derzeit Platz 54 von 67 Ländern. Zwar sind die meisten Bürger über Mobilfunknetze erreichbar, doch fest installiertes Breitbandinternet bleibt außerhalb der Städte rar. Die Studie fordert Reformen der Digitalpolitik und gezielte Investitionen, um bis 2030 und 2035 eine sinnvolle Internetversorgung für alle zu gewährleisten.

Der Bericht liefert einen Fahrplan für den Breitbandausbau, betont jedoch die Dringlichkeit von Maßnahmen. Eine flächendeckende Versorgung hängt davon ab, strukturelle Barrieren zu überwinden und erhebliche Finanzmittel zu sichern. Ohne diese Schritte wird sich die digitale Spaltung zwischen Stadt und Land voraussichtlich weiter vertiefen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Lesen Sie auch:

Quelle