Südkoreas Auslandsinvestitionen steigen 2025 um 8,7 Prozent auf Rekordniveau
Lina SeidelSüdkoreas Auslandsinvestitionen steigen 2025 um 8,7 Prozent auf Rekordniveau
Südkoreanische Unternehmen haben ihre Auslandsinvestitionen im Jahr 2025 nach drei Jahren Rückgang deutlich gesteigert. Die Gesamtausgaben erreichten 71,88 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treibende Kräfte hinter diesem Wachstum waren Verschiebungen auf den globalen Finanzmärkten und eine stärkere Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Die Erholung folgte auf eine Phase niedriger Zinsen, steigender Aktienmärkte weltweit und veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Diese Faktoren motivierten die Firmen, ihre Auslandsengagements auszubauen.
Die USA blieben das wichtigste Zielland für koreanische Investitionen und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 25,27 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 12,9 Prozent gegenüber 2024. Hinter den USA folgten die Kaimaninseln mit 8,44 Milliarden, Luxemburg mit 6,34 Milliarden und Singapur mit 3,82 Milliarden US-Dollar.
Besonders stark stieg das Engagement im Finanz- und Versicherungssektor: Die Investitionen kletterten hier um 46,9 Prozent auf 37,89 Milliarden US-Dollar. Auch der verarbeitende Sektor verzeichnete ein Wachstum, wenn auch moderater – um 4,1 Prozent auf 17,11 Milliarden US-Dollar. Zusammen machten diese drei Branchen – Finanzen, Versicherungen und verarbeitendes Gewerbe – rund 77 Prozent der gesamten Auslandsinvestitionen im Jahr 2025 aus.
Zwar stiegen die Exporte Südkoreas in die USA Anfang 2026 um 29,5 Prozent, angetrieben durch die Nachfrage nach Halbleitern für KI-Anwendungen, doch wurden keine spezifischen südkoreanischen Branchen oder Unternehmen als führende Investoren in den USA für das Jahr 2025 genannt.
Die Wiederbelebung der Auslandsinvestitionen im Jahr 2025 spiegelt tiefgreifendere wirtschaftliche Veränderungen und gestärktes Unternehmensvertrauen wider. Mit fast 72 Milliarden US-Dollar, die im Ausland investiert wurden, bauten südkoreanische Firmen ihre Präsenz in Schlüsselmärkten aus – vor allem in den Bereichen Finanzen, Versicherungen und verarbeitendes Gewerbe. Der Trend deutet auf eine stärkere Ausrichtung auf globales Wachstum hin, nachdem die Aktivitäten in den Vorjahren gedämpft waren.






