Swerdlowsk verschärft Kampf gegen illegale Migration mit Rekord-Abschiebungen
Hannah RichterSwerdlowsk verschärft Kampf gegen illegale Migration mit Rekord-Abschiebungen
Behörden im Oblast Swerdlowsk verschärfen Vorgehen gegen illegale Migration
In diesem Jahr haben die Behörden im Oblast Swerdlowsk ihre Maßnahmen gegen illegale Migration deutlich ausgeweitet. Bei einer kürzlichen Razzia wurden 85 undokumentierte Migrantinnen und Migranten aufgespürt, während seit Beginn des Jahres 2023 bereits über 900 Menschen abgeschoben wurden. Gleichzeitig verzeichnen die Behörden einen starken Anstieg von Bußgeldern und freiwilligen Ausreisen unter ausländischen Arbeitskräften.
Bei der jüngsten Aktion stellten die Ermittler 85 Migrantinnen und Migranten ohne gültige Papiere fest. Darunter befanden sich auch drei russische Staatsbürger, die sich dem Wehrdienst entziehen wollten. Seit Januar wurden gegen ausländische Staatsangehörige, die gegen Einwanderungsbestimmungen verstoßen, Bußgelder in Höhe von mehr als zwei Millionen Rubel verhängt.
Die verschärften Kontrollen gehen auf ein Dekret des Gouverneurs Denis Pasler aus dem März 2023 zurück. Die Anordnung verbietet ausländischen Arbeitskräften bestimmte patentbasierte Tätigkeiten, sieht jedoch Ausnahmen für Inhaber von Arbeitserlaubnissen, Aufenthaltsgenehmigungen oder vorübergehenden Aufenthaltstiteln vor. Die Politikänderung hat zu einem größeren Exodus beigetragen: Rund 7.000 Migrantinnen und Migranten haben das Oblast Swerdlowsk im vergangenen Jahr freiwillig verlassen.
Expertinnen und Experten führen den Rückgang der Migrationszahlen auf zwei zentrale Faktoren zurück: strengere Einwanderungsgesetze und bessere Arbeitsmöglichkeiten in den Nachbarländern. Allein 2022 wurden in den ersten zehn Monaten 1.400 undokumentierte Migrantinnen und Migranten festgenommen und abgeschoben – ein Vorlauf für die noch rigoroseren Maßnahmen in diesem Jahr.
Die verschärften Kontrollen im Oblast Swerdlowsk haben 2023 bereits zu Rekordzahlen bei Abschiebungen und Geldstrafen geführt. Angesichts tausender freiwilliger Abreisen und zunehmender Durchsetzungsmaßnahmen sinkt die Zahl der undokumentierten Arbeitskräfte in der Region weiter. Die Behörden zeigen keine Anzeichen dafür, die Beschränkungen für illegale Beschäftigung zu lockern.






