02 May 2026, 00:40

Tausende demonstrieren in Chicago für Arbeitnehmerrechte und bessere Schulen

Eine große Gruppe von Menschen bei einer Demonstration auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit Bäumen und einem Gebäude im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel in Washington, D.C. am 21. Januar 2020.

Tausende demonstrieren in Chicago für Arbeitnehmerrechte und bessere Schulen

Tausende gingen am Freitag in Chicago auf die Straße, um beim traditionellen Maikundgebungsmarsch für Arbeitnehmerrechte, bessere Schulen und wirtschaftliche Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die Proteste begannen im West Loop und zogen sich bis zum Daley Plaza hin, wo sich Gewerkschaftsmitglieder, Studierende und Aktivist:innen solidarisierten.

Die Kundgebung startete im Union Park, bevor sie durch die Innenstadt führte. Unter den Teilnehmenden befanden sich Mitglieder der Lehrergewerkschaft Chicago Teachers Union (CTU), die sich für kleinere Klassen, höhere Schulbudgets und bezahlbaren Wohnraum einsetzten. Ihre Forderungen umfassten zudem umfassendere wirtschaftliche Gerechtigkeit und stärkere Arbeitsschutzrechte.

Auch Schüler:innen der Chicago Public Schools (CPS) beteiligten sich an dem Marsch und forderten Gehör für ihre Anliegen. Einige Eltern äußerten jedoch Bedenken, ob politische Aktivitäten während der Schulzeit stattfinden sollten, und verwiesen auf Sicherheitsrisiken sowie mangelnde Absprachen.

Unterdessen setzte Sandy Perpieani ein eigenes Zeichen – verkleidet als das Morton-Salz-Mädchen protestierte sie gegen die Präsenz von ICE-Beamten in der Stadt. Zudem nahm Bürgermeister Brandon Johnson bereits am Vormittag gemeinsam mit Gewerkschaftsvertreter:innen an der Enthüllung einer Gedenktafel zum Tag der Arbeit im West Loop teil. Später betonte er vor den Demonstrant:innen, dass Chicagos Arbeiterbewegung stark sei und die Beschäftigten alle Errungenschaften verdienten, für die sie gekämpft hätten.

Die Kundgebung fand statt, nachdem die CTU und die CPS eine Einigung erzielt hatten, die es Schüler:innen und Lehrkräften ermöglichte, während der Schulzeit an der Demonstration teilzunehmen.

Der Marsch vereinte Lehrkräfte, Studierende und Aktivist:innen in ihren gemeinsamen Forderungen nach fairen Löhnen, besseren Bildungschancen und stärkeren Arbeitnehmerrechten. Mit der Unterstützung von Bürgermeister Johnson und einem vorübergehenden Kompromiss der Schulbehörde rückte die Veranstaltung die anhaltenden Debatten über Bildungspolitik, Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Gerechtigkeit in der Stadt in den Fokus.

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