Taxifahrer in Krasnodar erpresst Frau mit verlorenen Dokumenten für 10.000 Rubel
Mila VoigtTaxifahrer in Krasnodar erpresst Frau mit verlorenen Dokumenten für 10.000 Rubel
Eine Frau aus Krasnodar hat einen Taxifahrer bei der Polizei angezeigt, nachdem dieser angeblich 10.000 Rubel (rund 110 Euro) für die Rückgabe ihrer verlorenen Dokumente gefordert haben soll. Der Vorfall ereignet sich nach einer belastenden Phase für die Frau, deren Mann während Russlands "speziellem Militäreinsatz" in der Region als vermisst gilt.
Die Frau hatte einen Ordner mit wichtigen persönlichen Unterlagen im Taxi vergessen. Als sie den Fahrer kontaktierte, weigerte er sich, die Papiere herauszugeben – es sei denn, sie zahle das geforderte Geld. Diese Erpressung hat die Polizei in Krasnodar dazu veranlasst, Ermittlungen aufzunehmen.
Der Fall folgt auf einen weiteren aktuellen Vorfall in der Stadt, bei dem ein Rentner Betrügern über eine Million Rubel (etwa 11.000 Euro) verloren hatte. Allerdings wurden in Krasnodar im vergangenen Jahr keine weiteren Fälle von Taxi-bezogener Erpressung oder Betrug registriert.
Die Behörden prüfen nun, ob der Fahrer gegen Gesetze verstoßen hat. Teil der Ermittlungen ist auch die Aussage der Frau, sie sei aufgefordert worden, DNA-Proben abzugeben und Unterlagen vorzulegen, um ihren Mann offiziell für tot erklären zu lassen.
Die Polizei arbeitet daran, alle Umstände des Vorfalls aufzuklären. Das Ergebnis der Ermittlungen wird entscheiden, ob rechtliche Schritte gegen den Fahrer eingeleitet werden. In den letzten zwölf Monaten gab es in der Region keine weiteren gemeldeten Fälle ähnlicher Erpressung durch Taxifahrer.






