02 April 2026, 08:40

Todesurteil für Drahtzieher eines brutalen Kinderhandelsrings in China

Eine Frau in einem blauen Kleid steht lachend vor einem Gebäude mit einer Inschrift über Menschenhandel, mit Menschen, Pflanzen und Flaggen im Hintergrund.

Todesurteil für Drahtzieher eines brutalen Kinderhandelsrings in China

Ein chinesisches Gericht hat Wang Changqing wegen der Führung eines Kindeshandelsrings, der über ein Jahrzehnt lang operierte, zum Tode verurteilt. Zwischen 2001 und 2015 entführte und verkaufte seine kriminelle Organisation mehr als 200 Kinder in mehreren Provinzen. Der Fall unterstreicht den anhaltenden Kampf gegen den Menschenhandel im Land.

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Wang begann seine Verbrechen im Oktober 2001. Bereits im November 2006 wurde er wegen der Entführung eines Kindes zu drei Jahren Haft verurteilt. Dennoch setzte er nach seiner Entlassung 2008 den Handel mit Minderjährigen fort – bis Dezember 2015.

Ermittlungen ergaben, dass Wang zwischen 2001 und 2010 persönlich elf Kinder unter sechs Jahren entführte. Die Opfer wurden vor allem in der Provinz Guangdong verkauft, doch sein Netzwerk erstreckte sich auch auf Guangxi, Hunan sowie Städte wie Nanning, Liuzhou und Guilin. Innerhalb von 14 Jahren erzielte die Bande illegale Gewinne in Höhe von etwa 25.057 Euro.

2015 wurde Wang wegen des Handels mit drei Kindern zu 15 Jahren Haft verurteilt. Weitere Beweise deckten jedoch seine zentrale Rolle als Drahtzieher auf. Das Gericht sprach ihn der besonders verwerflichen Taten schuldig, verurteilte ihn zum Tode, entzog ihm lebenslang die politischen Rechte und konfiszierte sein gesamtes Vermögen.

Die Härte des Urteils spiegelt das Ausmaß und die Grausamkeit seiner Verbrechen wider. Sein Netzwerk nutzte die Verwundbarkeiten aus, die mit Chinas ehemaliger Ein-Kind-Politik und dem anhaltenden Geschlechterungleichgewicht zusammenhängen. Die Behörden stehen weiterhin vor großen Herausforderungen im Kampf gegen den Menschenhandel im Land.

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