Tödliche Schießerei in Tumbler Ridge: Bund-Länder-Kommission soll Tragödie aufklären
Lina SeidelTödliche Schießerei in Tumbler Ridge: Bund-Länder-Kommission soll Tragödie aufklären
Eine gemeinsame Bund-Länder-Kommission könnte bald die tödlichen Schüsse in Tumbler Ridge, British Columbia, untersuchen, bei denen am 10. Februar 2026 acht Menschen ums Leben kamen. Bei dem Angriff wurden zudem mehr als zwei Dutzend weitere Personen verletzt. Provinzielle Behörden prüfen nun weitergehende Untersuchungsmöglichkeiten über die bereits angekündigte gerichtliche Untersuchung hinaus.
Der Schütze, Jesse Van Rootselaar, gehörte zu den Todesopfern des Vorfalls. Die Sicherheitsministerin von British Columbia, Nina Krieger, hat die Möglichkeit einer gemeinsamen Kommission zur Aufarbeitung der Tragödie ins Spiel gebracht. Sie traf sich in Ottawa mit dem Bundesminister für öffentliche Sicherheit, Gary Anandasangaree, um den Vorschlag zu erörtern.
Eine ähnliche Bund-Länder-Kommission hatte bereits die Massengewalttaten in Nova Scotia im April 2020 untersucht. Sollte der neue Untersuchungsausschuss genehmigt werden, könnte er auch Zeugen von außerhalb British Columbias vorladen, darunter Vertreter internationaler Unternehmen, die in Kanada tätig sind.
Unterdessen hat Gesetzesvorlage C-12 die königliche Zustimmung erhalten und damit rechtliche Lücken bei der Abschiebung von Verdächtigen geschlossen, die mit erpresserischen Straftaten in Verbindung stehen. Das Gesetz zielt darauf ab, die Verantwortung von Tätern zu stärken, deren Handlungen Gemeinden schaden.
Die Provinzregierung begrüßt zwar die anstehende gerichtliche Untersuchung, erwägt aber auch den erweiterten Rahmen einer gemeinsamen Kommission. Falls eingerichtet, würde die Untersuchung die Umstände der Schießerei in Tumbler Ridge eingehender prüfen. Die Verabschiedung des Gesetzes stärkt zudem die Maßnahmen gegen Gewaltkriminalität, die die lokale Bevölkerung betrifft.






