02 May 2026, 04:35

Trumps Außenpolitik belastet transatlantische Beziehungen schwer – Ex-Berater warnen vor Krise

Eine Zeitachsenkarte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen nach Jahren der Aufnahme farbcodiert sind.

Trumps Außenpolitik belastet transatlantische Beziehungen schwer – Ex-Berater warnen vor Krise

Zwei ehemalige Berater warnen, dass die transatlantischen Beziehungen durch die Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump schwer belastet sind. Die erfahrenen Diplomaten Christoph Heusgen und Philip Murphy behaupten, Trumps Vorgehen untergrabe die seit langem bestehenden Bindungen zwischen den USA und Europa. Ihre Analyse unterstreicht wachsende Sorgen über die sich wandelnde globale Rolle Amerikas.

Heusgen und Murphy argumentieren, dass Trumps Handeln zentrale US-Institutionen geschwächt habe. Als Belege für diesen Niedergang führen sie den Druck auf die Justiz, die Marginalisierung des Kongresses sowie die Entlassung hochrangiger Beamter an. Die Autoren kritisieren zudem Trumps Umgang mit Europa, den sie als konfrontativ statt kooperativ beschreiben.

Das Duo warnt, dass Trumps Drohungen – etwa der geplante Kauf Grönlands – und seine Infragestellung der NATO-Verpflichtungen die Beziehungen weiter belastet hätten. Sie deuten an, dass ein Sieg der Demokraten bei den anstehenden Zwischenwahlen einige dieser Politiken bremsen könnte. Langfristig glauben sie, dass ein demokratischer Präsident ab 2028 die transatlantische Zusammenarbeit wiederbeleben und Handelskonflikte entschärfen könnte.

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Über die akuten Probleme hinaus schlagen die Autoren eine langfristige Strategie für Deutschland vor. Sie empfehlen die Anstreben eines halbpermanenten Sitzes im UN-Sicherheitsrat, um den globalen Einfluss des Landes zu stärken. In ihrem Bericht betonen sie, dass sowohl die USA als auch Europa davon profitieren, das internationale Recht zu wahren, anstatt einseitig zu handeln.

Die Analyse von Heusgen und Murphy zeichnet ein düsteres Bild der US-EU-Beziehungen unter Trump. Sie argumentieren, dass institutionelle Schäden und feindselige Rhetorik eine Krise geschaffen hätten. Ein Führungswechsel in den USA, so ihre Einschätzung, könnte einige dieser Trends umkehren und der Partnerschaft wieder Stabilität verleihen.

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