19 April 2026, 08:32

Überlebende identifiziert Verdächtigen nach 30 Jahren – doch die Gerechtigkeit kommt zu spät

Altes Buch mit dem Titel "Berühmte Verbrechen" von Alexandre Dumas mit einem Autorenporträt auf dem Cover mit detaillierten Designs.

Überlebende identifiziert Verdächtigen nach 30 Jahren – doch die Gerechtigkeit kommt zu spät

Eine Überlebende eines brutalen Angriffs aus dem Jahr 1992 hat einen Verdächtigen identifiziert, der mit einer Serie ungelöster Morde in Lissabon in Verbindung stehen soll. Die Frau, die zum Zeitpunkt der Tat erst 15 Jahre alt war, behauptet, der Mann auf einem aktuellen Foto entspreche dem Phantombild, das sie vor Jahrzehnten gemeinsam mit der Polizei erstellt hatte.

Die Opfer der Mordserie waren allesamt schutzlose Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige, die bei gewalttätigen, sadistischen Angriffen erstochen wurden. Trotz ihrer eindeutigen Aussage ist eine strafrechtliche Verfolgung des Verdächtigen mittlerweile nicht mehr möglich – die Verjährungsfrist ist abgelaufen.

Am 1. November 1992 wurde die Überlebende von einem Mann mit dem Versprechen von 30 Contos (etwa 150 Euro) gelockt. Er brachte sie in ein abgelegenes Waldgebiet in der Nähe eines verfallenen Gebäudes, wo er sie verprügelte und mit einem Messer attackierte. Sie wehrte sich, konnte fliehen und wurde am Tatort zurückgelassen, während der Angreifer mit einem Fahrzeug floh.

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Die Frau kannte den Verdächtigen persönlich. Jahre später erkannte sie ihn auf einem Foto, das der Fernsehsender SIC zeigte. Zudem besteht sie darauf, dass die Initialen auf einem Armband, das an mehreren Tatorten gefunden wurde, nicht zu den Opfern, sondern zum Täter gehören.

Die Mordserie begann 1992: Innerhalb von acht Monaten wurden fünf Frauen getötet – allesamt Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige, die mit einer Stichwaffe auf ähnliche, brutale Weise angegriffen wurden. Die Überlebende, die mit 15 aufgrund ihrer Drogensucht in die Prostitution gezwungen worden war, bleibt bei ihrer Identifizierung des Mannes unerschütterlich. Doch da die Verjährungsfrist abgelaufen ist, kann keine Anklage mehr erhoben werden.

Ihre Aussage stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Verdächtigen und den ungelösten Morden her. Doch die verstrichene Zeit hat eine juristische Aufarbeitung unmöglich gemacht. Der Fall bleibt offiziell ungeklärt – und die Angehörigen der Opfer ohne Gerechtigkeit.

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