UN-Resolution erklärt Sklavenhandel zum schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Emil LangeUN-Resolution erklärt Sklavenhandel zum schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Historische UN-Resolution erklärt transatlantischen Sklavenhandel zum schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Eine richtungsweisende Resolution der Vereinten Nationen hat den transatlantischen Sklavenhandel als das schwerwiegendste Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft. Das am 25. März 2026 verabschiedete Dokument fordert wiedergutmachende Gerechtigkeit, darunter offizielle Entschuldigungen, Rückgabe gestohlener Güter sowie Entschädigungszahlungen. Bei der Abstimmung stimmten 123 Staaten dafür, drei dagegen, während sich 52 enthielten.
Die von Ghana vorangetriebene Resolution ruft die UN-Mitgliedstaaten auf, konkrete Lösungen für historische Ungerechtigkeiten zu erörtern. Dazu zählen finanzielle Entschädigungen, Rehabilitationsprogramme und rechtliche Reformen zur Bekämpfung von Rassismus. Zudem wird die sofortige und kostenlose Rückführung von Kulturgütern – darunter Kunstwerke, Denkmäler und Archive – in ihre Herkunftsländer gefordert.
Ghanas Präsident John Dramani Mahama betonte, die Resolution sorge dafür, dass die Geschichte der Sklaverei nicht in Vergessenheit gerate. Das Dokument fördert zudem freiwillige Finanzierungen für Bildungsinitiativen zum Sklavenhandel sowie die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union, der CARICOM und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS).
Die Vereinigten Staaten lehnten die Resolution ab und argumentierten, dass Handlungen, die zum Zeitpunkt ihrer Begehung nach internationalem Recht nicht strafbar waren, keine Entschädigung rechtfertigten. Zudem weigert sich die US-Regierung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit in eine Rangfolge zu bringen. Obwohl die Unterstützung für Reparationen in den USA nach dem Mord an George Floyd 2020 gewachsen war, blieb die Haltung der Regierung unverändert. Neben den USA stimmten Argentinien und Israel gegen den Beschluss, während sich das Vereinigte Königreich und alle 27 EU-Staaten der Stimme enthielten.
Resolutionsentwürfe der UN-Generalversammlung sind zwar rechtlich nicht bindend, spiegeln jedoch die globale Meinung wider. Die Entscheidung des 193 Mitglieder zählenden Gremiums zeigt eine breite Unterstützung für die Debatte über wiedergutmachende Gerechtigkeit.
Die Resolution markiert einen offiziellen Vorstoß für Reparationen im Zusammenhang mit dem transatlantischen Sklavenhandel. Sie verpflichtet die Staaten, in Verhandlungen über Rückgaben, Entschädigungen und Antirassismus-Gesetze einzutreten. Zwar ist der Beschluss nicht einklagbar, doch unterstreicht das Abstimmungsergebnis das wachsende internationale Bestreben, historische Ungerechtigkeiten aufzuarbeiten.






