UniSea übernimmt Kaiko Systems und stärkt KI-basiertes Flottenmanagement
Mila VoigtUniSea übernimmt Kaiko Systems und stärkt KI-basiertes Flottenmanagement
Der norwegische Anbieter von maritimer Software, UniSea, hat das deutsche Unternehmen Kaiko Systems übernommen. Durch den Deal stärkt UniSea sein Fleet-Management-System (FMS) mit KI-gestützten Inspektionswerkzeugen. Kaiko Systems bleibt jedoch eigenständig und behält sein eigenes Team sowie die Produktentwicklung bei.
Wie UniSea bekannt gab, handelt es sich bei dem übernommenen Unternehmen um die 2020 von Fabian Fussek und Eddy del Valle in Berlin gegründete Kaiko Systems. Das Unternehmen spezialisiert sich auf KI-basierte Schiffsinspektionen und die Vorbereitung auf Port State Control (Hafenstaatkontrollen) über eine mobile-first-SaaS-Plattform. Vor der Übernahme hatte Kaiko Systems insgesamt 9 Millionen Euro eingesammelt, darunter eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 6 Millionen Euro im März 2025.
Die zusammengeschlossene Gruppe unterstützt nun weltweit mehr als 4.000 Schiffe. UniSeas Plattform wird bereits auf über 3.000 Schiffen genutzt, während Kaiko Systems mehr als 1.000 bedient. Zu den bestehenden Lösungen von UniSea zählen HSEQ (Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität), Instandhaltung, Beschaffung sowie Dockmanagement.
Die Übernahme wurde vollständig durch eine Kapitalzufuhr von Adelis Equity finanziert, dem Mehrheitseigner von UniSea seit 2022. Die Integration beider Plattformen soll einen nahtlosen Datenaustausch ermöglichen. Kurt Roar Vilhelmsen, Gründer und CEO von UniSea, erklärte, der Schritt erweitere die FMS-Fähigkeiten des Unternehmens und festige dessen Marktposition.
Kaiko Systems wird weiterhin eigenständig agieren und seine etablierten Arbeitsabläufe für bestehende Kunden beibehalten. Das gemeinsame Unternehmen strebt an, das Flottenmanagement durch KI-gestützte Inspektionswerkzeuge zu optimieren. Die Verknüpfung beider Plattformen soll die Effizienz für Schiffsbetreiber weltweit steigern.






