17 March 2026, 01:10

US-Gericht prüft Zukunft des 20-Milliarden-Dollar-Klimafonds unter Trump

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030", für die Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

US-Gericht prüft Zukunft des 20-Milliarden-Dollar-Klimafonds unter Trump

Ein US-Berufungsgericht prüft derzeit einen Rechtsstreit über Klimasubventionen, dessen Ausgang von anderen noch anhängigen Verfahren beeinflusst werden könnte. Darunter befindet sich eine Klage gegen den 20 Milliarden US-Dollar schweren Treibhausgas-Reduktionsfonds. Die Richter hörten die mündlichen Plädoyers an, gaben jedoch keine klaren Hinweise darauf, wie sie entscheiden könnten.

Der Fall wird zu einer Zeit verhandelt, in der die Trump-Regierung – nun in ihrer zweiten Amtszeit – Schritte unternommen hat, um Vorschriften zur Begrenzung von Treibhausgasen zurückzunehmen. Anfang dieses Jahres hob die Umweltbehörde EPA eine zentrale Entscheidung aus dem Jahr 2009 auf, die als Grundlage für bundesweite Emissionsstandards diente.

Während der Verhandlung hinterfragte der Vorsitzende Richter Sri Srinivasan, ab wann vom Kongress bewilligte Mittel als nicht mehr verbindlich gelten. Er wies darauf hin, dass der Gesetzgeber die Finanzierung zwar zurücknehmen könne, ließ jedoch offen, ob die Maßnahmen der Regierung rechtlich gerechtfertigt seien.

Der übergeordnete Rechtsstreit betrifft auch den 20-Milliarden-Dollar-Treibhausgas-Reduktionsfonds, der Teil des Inflation Reduction Act ist. Sein Schicksal bleibt ungewiss, während Gerichte über Klagen gegen seine Umsetzung entscheiden.

Im Februar 2026 widerrief die EPA offiziell die Feststellung zur Gefährdung durch Treibhausgase von 2009. Dieser Schritt entzog den bundesweiten Emissionsvorschriften für Fahrzeuge, Kraftwerke und andere Quellen die rechtliche Grundlage – gestützt auf den Clean Air Act. Zwar hat die Regierung den Treibhausgas-Reduktionsfonds nicht direkt angegriffen, doch ihre Ablehnung von Klimaregeln prägt die laufenden juristischen Auseinandersetzungen.

Die Entscheidung des Gerichts zu den Klimasubventionen könnte von verwandten Fällen abhängen, die noch vor dem vollen Spruchkörper verhandelt werden. Ein Urteil gegen den Fonds würde die bundesweiten Ausgaben für Klimaschutz weiter einschränken. Zudem wird sich zeigen, wie weit die Regierung Umweltpolitik ohne direkte Zustimmung des Kongresses zurückdrehen kann.

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