US-Gericht verbietet KuCoin dauerhaft den Handel für amerikanische Kunden
Lina SeidelUS-Gericht verbietet KuCoin dauerhaft den Handel für amerikanische Kunden
Ein US-Bundesgericht hat den Betreiber der Krypto-Börse KuCoin, die Peken Global Limited, dauerhaft daran gehindert, US-Kunden ohne ordnungsgemäße Registrierung zu bedienen. Das Urteil folgt auf einen Rechtsstreit mit der US-Terminbörsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die der Plattform vorwarf, in den USA illegal operiert zu haben.
Die Entscheidung verwandelt einen vorübergehenden Rückzug in ein vollständiges Verbot von KuCoins US-Geschäft. Zudem muss das Unternehmen eine zivilrechtliche Strafe in Höhe von 500.000 US-Dollar zahlen, um den Fall beizulegen.
Die CFTC hatte ihre Klage im März 2024 gegen Peken Global sowie drei verbundene Unternehmen – Mek Global Limited, PhoenixFin PTE Ltd. und Flashdot Limited – eingereicht. Die Aufsichtsbehörde warf KuCoin vor, eine nicht registrierte Offshore-Handelsplattform betrieben zu haben, während US-Bürger ohne Einhaltung der Vorschriften handeln konnten. Aus Gerichtsunterlagen ging hervor, dass die Börse etwa 1,5 Millionen US-Nutzer hatte und von diesen mindestens 184,5 Millionen US-Dollar an Gebühren eingenommen hatte.
Im August 2023 führte KuCoin zwar Know-Your-Customer(KYC)-Prüfungen ein, wandte diese jedoch nicht rückwirkend auf bestehende Konten an. Trotz dieser Maßnahmen trieb die CFTC das Verfahren voran, verzichtete später aber auf Klagen gegen die drei verbundenen Unternehmen.
Das endgültige Gerichtsurteil erging, nachdem KuCoin im Januar 2025 gestanden hatte, ein nicht lizenziertes Geldtransfergeschäft betrieben zu haben. Dieses Verfahren endete mit Strafen und Einziehungen in Höhe von fast 297 Millionen US-Dollar. Die CFTC berücksichtigte die Kooperation von Peken sowie die bereits verhängten hohen Sanktionen und sah von weiteren Rückforderungsansprüchen ab.
KuCoin zählt nach wie vor zu den größten Spot-Krypto-Börsen weltweit mit einem täglichen Handelsvolumen von rund 1,7 Milliarden US-Dollar. Neben der Registrierung auf den Seychellen hat die Plattform ihre Aktivitäten unter den MiCA-Vorschriften über die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) nach Europa ausgeweitet und unterhält zudem Standorte auf den Kaimaninseln und in Singapur.
Das Urteil verhängt ein dauerhaftes Verbot für KuCoins US-Geschäft, es sei denn, die Börse registriert sich als ausländische Terminhandelsplattform. Die 500.000-US-Dollar-Strafe schließt den CFTC-Fall ab, während die frühere Einigung mit dem US-Justizministerium bereits erhebliche finanzielle Konsequenzen nach sich zog. KuCoins globaler Handel bleibt davon unberührt, doch der Zugang zum US-Markt ist nun endgültig gesperrt.






