15 April 2026, 22:33

US-Gerichtshof verhandelt über Geburtsortsprinzip und Religionsfreiheit

Ein Papier, das die Titelseite von "The Federalist: A Collection of Essays written in favour of the New Constitution, as agreed upon by the Federal Convention, September 17, 1787, in two volumes, vol i." zeigt

US-Gerichtshof verhandelt über Geburtsortsprinzip und Religionsfreiheit

Der Oberste Gerichtshof der USA wird noch in dieser Woche die mündliche Verhandlung über das Geburtsortsprinzip bei der Staatsbürgerschaft führen. Ein Bündnis aus 57 religiösen Gruppen hat eine rechtliche Stellungnahme eingereicht, in der sie das Recht unterstützen – mit der Begründung, es sei eng mit der Religionsfreiheit und der Menschenwürde verbunden. Die Debatte entstand nach einer Exekutivverfügung der Trump-Administration, die die automatische Staatsbürgerschaft für Kinder von Migranten in den USA infrage stellt.

Der 14. Verfassungszusatz garantiert die Staatsangehörigkeit allen Personen, die in den USA geboren oder eingebürgert werden. Doch die Verfügung der Regierung behauptet, dass Kinder von Migranten nicht automatisch anspruchsberechtigt sein sollten. Religiöse Gruppen, darunter die US-amerikanische Bischofskonferenz, argumentieren, dass diese Auslegung langjährige Rechtstraditionen untergräbt.

Die Bischöfe führen das Geburtsortsprinzip auf das römische Recht und das englische Common Law zurück. Zudem betonen sie, dass es mit der katholischen Lehre von der Menschenwürde und dem Recht der Eltern übereinstimme, die Zukunft ihrer Kinder zu sichern. In der rechtlichen Stellungnahme des Bündnisses wird das Prinzip zusätzlich mit dem Schutz der Religionsfreiheit im Ersten Verfassungszusatz verknüpft – mit dem Hinweis, die USA seien historisch ein Zufluchtsort für Verfolgte gewesen.

Laut Regierungsdaten bleibt religiöse Verfolgung ein Hauptgrund für die Migration in die USA. Einige Glaubensgemeinschaften warnen nun, dass eine Einschränkung des Geburtsortsprinzips die Rolle des Landes als Hort der Religionsfreiheit schwächen könnte.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird darüber bestimmen, ob Kinder von Migranten die automatische Staatsbürgerschaft behalten. Religiöse Führer argumentieren, dass die Aufrechterhaltung dieses Rechts sowohl die Rechtstradition als auch die Werte von Würde und Freiheit bewahrt. Ein Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet.

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