US-Kongress debattiert Modernisierung der Zahlungssysteme mit Blockchain-Lösungen wie Ripple
Emil LangeUS-Kongress debattiert Modernisierung der Zahlungssysteme mit Blockchain-Lösungen wie Ripple
Die Zukunft der US-Zahlungssysteme stand kürzlich im Mittelpunkt einer Anhörung des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses. Abgeordnete und Branchenexperten diskutierten Wege zur Modernisierung des ACH-Netzwerks (Automated Clearing House), wobei die Blockchain-Lösungen von Ripple als mögliches Vorbild für schnellere und günstigere Transaktionen hervorgehoben wurden. Erörtert wurden auch vorfinanzierte Konten und die Integration von Stablecoins, um Effizienz und Sicherheit zu erhöhen.
Im Fokus der Anhörung stand die Aktualisierung des ACH-Netzwerks, das 2025 Transaktionen im Volumen von rund 93 Billionen US-Dollar abwickelte. Davon entfielen über 61 Billionen allein auf Kreditkartenzahlungen. Der Abgeordnete Sam Liccardo befragte Randall Guynn, Direktor der Aufsichts- und Regulierungsabteilung der US-Notenbank (Federal Reserve), kritisch zum langsamen Tempo der Modernisierung.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten Branchenvorschläge, darunter Ripples Vorschlag vom Februar 2026, vorfinanzierte ACH-Konten für Stablecoin-Emittenten wie RLUSD einzuführen. Liccardo verwies zudem auf Ideen von Intuit und Visa, die sich für Vorfinanzierungspflichten, Transaktionslimits und strengere Überwachungstools einsetzen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Risiken zu verringern und Abwicklungszeiten zu beschleunigen.
Die Erwähnung von Ripple im Kongress spiegelt einen breiteren Trend wider: Im traditionellen Finanzsektor gewinnen blockchainbasierte Lösungen an Bedeutung. Das Unternehmen wurde als Beispiel dafür genannt, wie neue Technologien Zahlungsprozesse effizienter gestalten können. Die Federal Reserve hat sich jedoch noch nicht zu Ripples konkretem Vorschlag für vorfinanzierte ACH-Konten geäußert.
Die Anhörung unterstrich den Druck, US-Zahlungssysteme schneller und sicherer zu machen. Vorschläge wie vorfinanzierte ACH-Konten und die Stablecoin-Integration könnten die Abwicklung von Transaktionen grundlegend verändern. Zwar wurden keine sofortigen Entscheidungen getroffen, doch die Debatten deuten auf eine wachsende Offenheit für Blockchain- und Fintech-Innovationen im Mainstream-Finanzwesen hin.






